05.06.20

[Waldrauschen] 2020 ist doch echt beknackt



Letztes Jahr um diese Zeit waren wir in Südtirol. 

Dieses Jahr wären wir eigentlich auch schon dort gewesen, wenn nicht... ihr wisst schon.

Dieses Jahr 2020 ist so beknackt, so langsam fehlen mir echt die Worte. 

Uns geht es eigentlich gut. Wir konnten nicht in den Urlaub fahren - ist doof, aber nicht überlebenswichtig. Unsere Kinder sind gesund und fröhlich, meine Großeltern haben eine COVID-19 Infektion unbeschadet überstanden, beruflich läuft alles bestens, wir verwirklichen unsere Garten- und Hausrenovierungspläne und haben uns lieb. In unserer Blase ist soweit alles okay. Doch sobald ich diese ein wenig öffne und in die Welt hinausschaue, wird mir anders. 

Woher kommt diese rohe Gewalt? Warum denken wir immer noch wie vor 100 Jahren? Nutzen Demokratie, um Menschen an die Macht zu wählen, die verachtend mit anderen Menschen umgehen? Tun so, als müssten wir uns nicht vor der Infektion einer Krankheit schützen, sondern vor Menschen, die anders aussehen, anders glauben, anders lieben, als wir selbst. 




Ich habe vor ein paar Jahren mal in einem Morgenmagazin Horoskop gehört, dass irgendein Planet in die Umlauf der Erde kommt, der für Streit und Hass zwischen den Menschen sorgt. Heute würde ich gerne daran glauben und die Space Cowboys losschicken, um ihn wegzuschieben. So läuft es leider nicht und auch nicht so, das Jahr einfach auszusitzen und hinterher zu sagen "2020 kann in die Tonne" 

Wir müssen aufhören zu reagieren und viel mehr agieren. Ich habe noch keine ultimative Lösung. Weder für mich, für uns, noch fürs große Ganze. Aber ich weiß, dass wir im Kleinen beginnen müssen, damit es große Kreise ziehen kann. 

Lass dich nicht entmutigen. Nicht demotivieren. Vergiss nicht, dass es kein Trend ist, sondern immer zählt.


Kommentare:

  1. Ich habe mir neulich auch wieder gedacht: Was ist das eigentlich für ein dämliches Jahr 2020? Zuerst die Waldbrände in Australien, dann Corona, dann zusätzlich zu Corona noch die beängstigenden Entwicklungen in den USA. Und ja, oft bin ich glücklich in meiner Blase - und kaum lese ich die Nachrichten, fühle ich mich frustriert, schockiert, hilflos. Ich hoffe, dass dadurch wenigstens notwendige Denkprozesse angestoßen werden.

    Und auch wenn angesichts der weltpolitischen Lage Urlaube unwichtig erscheinen, tut es mir um euren Südtirol-Urlaub sehr leid. Ich hoffe, ihr könnt den in absehbarer Zeit nachholen.

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    1. Danke :) Ich hoffe auch, dass wir zumindest im Herbst ein paar Tage fahren können. Ich habe auch oft das Gefühl, dass ich nicht über meinen verlorenen Urlaub jammern möchte, aber es ist ja auch so, dass ein Urlaub einfach wichtig ist, um Energiereserven aufzufüllen. Und die brauchen wir ja auch, um mit den wichtigen Themen umgehen zu können.

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