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17.02.18

Reiseproviant 2 | 18




Geplauder:


Auf Instagram habe ich es letzte Woche schon erzählt, heute möchte ich es auch hier offiziell machen: die Räubertochter bekommt im Sommer ein Geschwisterchen (manchen ist nicht klar, dass wir nicht mehr in der Planung sind. Sind wir nicht. Es ist schon unterwegs ;)).

Wir freuen uns riesig, denn Eltern zu sein ist einfach ein unfassbar großes Glück. Wie groß hätte ich im Vorfeld niemals geglaubt. Beschreiben lässt es sich nicht. Es sind einfach viel zu viele Gefühle von Freude über Stärke bis hin - ja auch das - zu Ängsten. Je stärker die Liebe, desto größer die Angst um einen Verlust.

Neben all den schönen Gefühlen, der Vorfreude und dem bereits bestehenden Mutterglück, gibt es natürlich auch Kehrseiten - wir wollen hier nichts beschönigen. Am Anfang der Schwangerschaft hatte ich ziemlich stark mit Übelkeit zu kämpfen, ich schlief während des nachmittäglichen Spiels mit der Räubertochter ein, die im letzten Jahr erarbeiteten zwei Kleidergrößen weniger, scheinen sich sehr darüber zu freuen endlich wieder ihren Platz zu finden. 

In der zweiten Schwangerschaft beginnt alles früher (ich sag nur Ischias!!), ist alles anstrengender und ich muss gestehen, dass ich mir diesmal auch mehr Sorgen um mein Ungeborenes mache. Eben weil ich weiß wie großartig es ist ein Kind zu haben. 

Warum schwanger auch ein bisschen krank sein ist, könnt ihr in diesem ehrlichen Beitrag über die ersten Wochen der Schwangerschaft nachlesen. Keine Angst - es gibt während einer Schwangerschaft auch ganz, ganz viele tolle Momente. Den ersten Herzschlag des Babys sehen, das erste Mal spüren wie es sich bewegt, etc.



(Foto by Babysmile; © privat)




Literarische Reise:


Bisher habe ich im Februar nicht mal halb so viele Bücher gelesen wie im Januar, bin aber sehr gut unterhalten worden.

So richtig Freude machte mir das Lesen von "Animant Crumbs Staubchroniken" und "Mr Griswolds Bücherjagd". Ersteres, weil Autorin Lin Rina, die seit Jahren auf Wattpad schreibt einen ziemlich flüssigen Schreibstil hat, der sich locker wegliest und weil sie eine extrem sympathische Protagonistin erschaffen hat, letzteres, weil es ein spannendes Abenteuer rund um das Thema Bücher ist. Zu "Mr Griswolds Bücherjagd" gab es eine Aktion auf Lovelybooks. In verschiedenen Städten wurden Exemplare des Kinderbuchs versteckt. Schau hier nach, ob deine Stadt auch dabei ist. Vielleicht ist das dortige Exemplar ja noch nicht gefunden.






So richtig fesselnd sind "Die Geschichte der getrennten Wege" und "Die Chroniken von Azuhr". 
Sowohl Elena Ferrante, als auch Bernhard Hennen können mit ihrer Schreibe solch einen Sog auf mich ausüben, dass ich mich am liebsten mit dem entsprechenden Buch irgendwo verkrochen hätte, um ausschließlich Zeit mit lesen zu verbringen. Der Abschluss der neapolitanischen Saga steht bereits im Regal, aber ich schiebe das Lesen noch ein bisschen heraus, weil ich einfach nicht möchte, dass es endet. Leidest du auch am Ferrante Fever?







Shopping Reise:


Ich bin ein klein wenig eskaliert. Zuerst ein Besuch in der Buchhandlung, dann eine Bestellung bei Medimops. 

"Melnitz" wurde in einer Facebook Gruppe von Autorin Charlie Lyne (Charlotte Roth) empfohlen und da ich ihre Bücher und ihren Blick auf das beschriebene Zeitalter sehr schätze, musste ich mir den Roman näher anschauen. Da ich denke, dass er genau meinen Geschmack trifft, musste ich ihn einfach kaufen. 

"Vom Ende der Einsamkeit" steht schon sehr lange auf meiner Wunschliste. Ich habe von Benedict Wells bereits "Becks letzter Sommer" gelesen und gemocht. 

"Die Hochzeit der Chani Kaufmann" ist eine Empfehlung meiner lieben Alexandra aus dem BücherKaffee. Ihre Buchtipps haben mich noch nie enttäuscht. 

Band vier der napoleonischen Saga von Elena Ferrante war ein Pflichtkauf (siehe weiter oben).

"Die goldene Stadt" steht seit erscheinen auf meiner Kaufliste. Sabrina Janesch ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Ich habe alle ihre Bücher gelesen (große Empfehlung für "Katzenberge") und schätze ihre Fähigkeit sehr unterschiedliche Geschichten erzählen zu können.

Welches Buch / Bücher hast du zuletzt gekauft?



Netzreise:


Der neue Roman von Haruki Murakami hat zum Erscheinen einen ziemlich fulminanten Netzauftritt bekommen. Eine vom Verlag ins Leben gerufenen Aktion zum gemeinsamen Lesen, Rezensionen wie z. B. die von Pinkfisch, reichlich Fotos in den Sozialen Netzwerken, (Vor-) Freude gefühlt überall. Besonders gut gefallen hat mir der Beitrag im BücherKaffee. Gemeinsam haben Alex und der neuste BücherKaffee Mitarbeiter Flo "Die Ermordung des Commendattore I" gelesen und darüber berichtet. Sehr lesenswert.

Viele tolle Büchertipps findest du in Paper and Poetrys Beitrag "Lost Generation - Bücher aus und in den 1920ern". Eine Zeitspanne, die mich gerade sehr interessiert.

Große Kochbuchliebe bei Petzi. XXL Kochbuchvorschau aus dem Frühjahrsprogramm 2018

Tobi von Lesestunden hat sich mal wieder ganz viel Mühe gemacht, um eine Statistik + Grafik zu erstellen. Diesmal geht es um das Thema "Worüber schreiben Buchblogger?"

Kürzlich habe ich diesen Beitrag über den Bildungskanon gelesen. Ich selbst lese wenig Klassiker, setze mich aber gerne auf literarischem Wege mit Geschichte und Politik auseinander. Nicht nur in der Unterhaltungsliteratur, sondern vor allem in tiefgründigen Romanen, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Trotzdem stimmt mich dieser Beitrag sehr nachdenklich und ich überlege in welcher Form ich mein Leseverhalten noch verändern könnte. 



Kulinarische Reise:


Das kulinarische Highlight des Monats Februar kommt diesmal nicht von mir, sondern von meiner lieben Schwägerin, die der Räubertochter diesen tollen Pferdekuchen zm Geburtstag gebacken hat. 




Ich wünsche dir ein entspanntes Wochenende.


Text & Fotos: © 2018, Nanni Eppner

20.01.18

Reiseproviant 1 | 18




Geplauder:

19 Tage ist das neue Jahr schon alt und nach anfänglichen Startschwierigkeiten läuft es nun ganz gut.
Nach einem Formtief habe ich nun wieder zu meinem Rhythmus gefunden und schaffe es, so einiges zu erledigen. Es wäre noch mehr bzw. wäre auch noch mehr Zeit für die Räubertochter da, wenn sie nicht die Fähigkeit besäße, ein Zimmer innerhalb von Minuten in allergrößtes Chaos zu verwandeln.

Dennoch gelingt es mir - momentan - bloggen und lesen auch noch ganz gut unterzubringen. Dabei hilft mir eine gut durchdachte Tagesstruktur, die MUTivationen von Karla Paul und mein diesjähriger Kalender von Moka.

Dort ist nicht viel Platz zum Notieren, aber eine kleine Wochen To-Do-List. Beides hilft dabei die wirklich wichtigen Aufgaben im Auge zu behalten. Ich neige dazu sehr viele Dinge auf meine Liste zu schreiben. Mehr, als ich überhaupt erledigen kann. Am Ende bleibt das Gefühl nichts geschafft zu haben. Das ist mit dieser übersichtlichen Liste anders und ich gehe abends mit einem positiven Gefühl aufs Sofa, schalte mein Handy aus bzw. den Flugmodus ein und konzentriere mich einzig und allein aufs Lesen.

Wie schon in den letzten Jahren, gibt es auch in 2018 eine Leseliste. Darauf befinden sich fünf gelesene Bücher und zwei, die ich gerade aktuell lese.





Literarische Reise:


Bereits gelesen und rezensiert habe ich den Auftakt der neuen Licia Troisi Trilogie. "Die Dominium Saga 01: Die Eiskriegerin" knüpft an das schriftstellerische Niveau an, das die junge Italienerin bei früheren Reihen wie "Die Drachenkämpferin" oder "Die Feuerkämpferin" bewiesen hat.

Eine große Sympathie hege ich für die herzerwärmende Geschichte von Mister Frank. In "Mister Franks fabelhaftem Talent für Harmonie"  von Rachel Joyce geht es darum wie wichtig es ist miteinander zu kommunizieren und das nicht jede Erneuerung zwangsläufig zur Verbesserung unseres Soziallebens führt.

Tiefgründiger als erwartet ist der Roman "Die Ungehörigkeit des Glücks" von Jenny Downham. Eine Geschichte über Schuld und Verlust und Gefühle, die von Generation zu Generation weiter gegeben werden.



Gelesen, aber unrezensiert sind "Die souveräne Leserin" von Alan Bennett, ein Roman, der mit wundervollem Humor am Beispiel der Queen aufzeichnet, was Lesen bewirken kann. Wie es hilft die Augen für uns und andere zu öffnen, wie es unseren Perspektiven verändern und unseren Horizont erweitern kann. Große Empfehlung für dieses kleine Buch.

Ebenfalls unrezensiert ist "Ein grundzufriedener Mann" von Richard Russo. Ein Blick in eine Kleinstadt und die Vorgärten ihrer schrulligen Bewohner. Protagonist Sully sorgt für Gesprächsstoff bei seinen Nachbarn, aber auch beim Leser, denn er ist so eigen, dass man ihm gerne all seine Fehler verzeihen möchte.





Netzreise:


Seit der FBM 17 überlege ich, ob ich "Illuminae" von Amy Kaufmann & Jay Kristoff lesen möchte. Das Buch hat ein ganz besonderes Layout und ich bin mir einfach nicht sicher, ob mich das beim Lesen stört. Nun war es schon mehrfach auf der Phantastik Bestenliste und Ramona hat auf ihrem Blog El Tragalibros so begeistert davon berichtet, dass es nun wohl doch auf meiner Wunschliste landen wird.

Die phantastische Akademie hat die Longlists des SERAPH 2018 bekannt gegeben. Ich glaube in diesem Jahr wird es nochmal richtig spannend.

Auf Herzpotenzial wurde "Die Bar Bibel" vorgestellt. Ein Must Have für Freunde des geschmackvollen Alkoholgenusses.

Auf Die Liebe zu den Büchern bekommt ihr einen Einblick in "Ohne Wenn und Abfall", das Buch der großartigen Milena Glimbovski, die ihr eigenes Verpackungsfrei-Kaufhaus gründete.

Karla Paul bietet auf ihrem Blog Buchkolumne fünf alternative, für einen Büchernerd genehme, Entsorgung der Bücher, die ihren Platz im Regal räumen müssen.



Kulinarische Reise:


Ich habe Knäckebrot gebacken. Nach diesem Rezept.
Es ist zwar nicht knackig, aber so lecker, dass ich es innerhalb kürzester Zeit aufgegessen habe.
Beim nächsten Mal werde ich versuchen es glutenfrei zu backen und statt Dinkelmehl Buchweizenmehl verwenden.


Ich wünsche dir ein fantastisches Wochenende. Hab's fein und lass es dir gut gehen.



20.10.17

[Reiseproviant] #10|17



Geplauder:


Frisch erholt, mit vielen Ideen und neuer Energie. So wollte ich aus der Blogpause zurückkehren. Die Wahrheit sieht ein bisschen anders aus. Ich versumpfe in Urlaubs- und Messeblues, bin genervt von den Sozialen Netzwerken Twitter und Facebook, die aber unumgänglich sind, wenn ich möchte, dass meine Blogartikel von vielen Menschen gelesen werden, und würde am liebsten den ganzen Tag nur lesen (verbringe dann aber viel zu viel sinnlose Zeit am Handy).

Aber jammern nützt nichts. Anpacken, Situation ändern und besser fühlen!

Deshalb bekommst du auch heute einen meiner aufwendigsten Beiträge: den Reiseproviant. 

So ganz ideenlos bin ich natürlich nicht. Während der Blogpause haben sich einige gelesene Bücher bzw. Rezensionen angesammelt. In Zukunft möchte ich auch unbedingt wieder mehr Interviews veröffentlichen. Den Reiseproviant werde ich demnächst etwas freier gestalten. Nicht mehr nur stur nach einem immer gleichen Muster, sondern viel flexibler und angepasster an meinen Buch- / Lese- / Bloggeralltag. Ich hoffe, du findest weiterhin so viel Freude daran wie bisher.




Bloggerreise:


Ich war auf der Frankfurter Buchmesse. Fotografisch belegen kann ich es nicht so richtig, denn ich habe kaum Fotos gemacht.

Warum?

Weil ich die Zeit dort so sehr genossen habe, dass ich mich nicht von Handy, Instagram etc. ablenken lassen wollte. Alles war so schön, so spannend, so inspirierend.

Besonders gefreut habe ich mich darüber so viele nette BloggerInnen wiederzutreffen bzw. kennenzulernen. Bei einigen hat man das Gefühl sie seit Jahren zu kennen, obwohl man sich noch nie gesehen hat. Und trotzdem stimmt die Chemie auf Anhieb. Es ist einfach wunderbar so viele Menschen zu treffen, die der gleichen Leidenschaft frönen.

Hier und da durfte ich in die Frühjahrsvorschauen der Verlage hineinlinsen. Ich kann euch versprechen, dass ihr euch keinerlei Sorgen machen müsst, dass ihr in 2018 nicht ausreichend Wunschlistenfutter bekommt.

Ein großes Vergnügen war das Treffen mit Autorin Sabine Schoder. Die Fischerverlage Jugendbuchabteilung hat dies für einen überschaulichen BloggerInnenkreis organisiert. Sabine hatte ihren Mann dabei und beide sind ausgesprochen sympathisch. Ihren neusten Roman "So was passiert nur Idioten wie uns" habe ich auf der Rückfahrt vom Urlaub verschlungen. Er ist genau so empfehlenswert wie "So was passiert nur Idioten wie mir". Sabines Erzählungen aus ihrem Autorenalltag haben uns ziemlich zum Lachen gebracht. 

Alles in allem war meine Buchmesse wenig spektakulär, aber wahnsinnig gemütlich und schön.

Ich habe für mich mitnehmen können, wie wichtig es für mich ist meinen Idealen und meinem Geschmack treu zu bleiben, keinen Trends und Influencern hinterherzurennen und über das zu sprechen, was mir wichtig ist und was mir Freude macht. 



Lesereise:


Gelesen habe ich in der letzten Zeit recht viel. Da ich jetzt aber schon so viel geplappert habe, nur kurz meine Highlights der letzten Wochen.

Empfehlenswert sind:

"Ein guter Mensch" | Jürgen Bauer | Dystopie, die sich auf den Gedanken stützt, das Wasser ein knappes Gut ist und rationiert wird und was mit der Gesellschaft sowie Personen im Einzelnen passiert, wenn etwas, dass bisher selbstverständlich war und zur Grundversorgung gehört, passiert (in einigen Ländern dieser Welt leider Realität).




"Draconis Memoria. Das Erwachen des Feuers" | Anthony Ryan | Fantasy vom allerfeinsten!! Komplex, fanatsievoll, kritisch und mit dem wundervollen Duft von Abenteuer gespickt. Über 700 Seiten sind hier noch zu wenig, aber zum Glück ist es ja erst der Auftakt der neuen Ryan Trilogie.





"Der Himmel über Appleton House" | S.E. Durrant | Dieser feine kleine Roman beginnt so schüchtern und leise und endet so kraftvoll, so rührend, dass ich die letzten Seiten inbrünstig geweint habe. Noch nie wurden die Gefühle von Kindern, die im Stich gelassen wurden so gut, so verständlich in einem Roman verpackt.




"Die Legenden von Astray. Tote Helden" | Michael Peinkofer | Der Anfang ist echt zäh. Dank der Deutschen Bahn bekam ich die Gelegenheit über den lahmen Punkt hinwegzulesen und dann wird es echt so richtig spannend. Tolle Figuren, komplexe Handlungsstränge, die nach und nach Geheimnisse enthüllen, aber auch neue aufwerfen. Ab der Hälfte habe ich das Buch inhaliert. 





Netzreise:


Herbstzeit ist Lesezeit. Ungemütliches Wetter, gemütliche Lesesituation mit Decke, Tee und Buch. Lesetipps dazu bekommt ihr vom PIPER Verlag.

"Hüten Sie sich davor, bequem zu werden." Eine Beeindruckende Dankesrede von BücherFrau des Jahres 2017 Nina George.

"Nicht die Fremden bedrohen uns. Nicht der Kollaps der Sozialsysteme ist es. Dimap und Allensbach beeinflussen das Denken, Sprechen und Handeln in Politik und Gesellschaft. Wo kluge Menschen ein Forum finden sollten, öffnet Jörg Schönenborn seine Tortendiagramme und zitiert seine Umfragewerte." Ein nachdenklich stimmender Artikel zum Deutschen Buchpreis.

#metoo ist der Hashtag unter dem Frauen sich in den Sozialen Netzwerken dazu bekennen, Opfer sexueller Gewalt geworden zu sein. Ein Aufschrei, der zeigen soll, wie viele tatsächlich davon betroffen sind. Christian Gesellmann hat einen Artikel geschrieben, was er als Mann darüber denkt und warum Männer zu diesem Thema nichts sagen. 




Nanni's Reise:


Wie jedes Jahr haben wir unseren Urlaub in Südtirol verbracht. Wir lieben die Gegend dort. Die Kraft der Berge, die Ruhe beim Wandern, die entspannte Zeit in der Pension oben auf dem Berg.


Genussvolle Lesezeit


Blick vom Balkon unseres Zimmers


Im Streichelzoo war es so toll. Die Räubertochter möchte jetzt auch eine Ziege, ein Schweinchen ....


So würde ich auch gerne meine täglichen Erledigungen tätigen


Von hier aus ist meine Freundin mit einem Gleitschirm geflogen. Megatoll, oder?



Ich wünsche dir einen fabelhaften Sonntag.
Mit welchem Buch wirst du dich heute entspannen?


13.08.17

[Reiseproviant] #9|17





Literarische Reise:



Der Traum vom Fliegen

"Sturm über Windhaven" ist eine überarbeitete Neuauflage des Romans "Windhaven", den Tuttle 1981 gemeinsam mit G.R.R. Martin schrieb und der 1982 für den Locus Award nominiert wurde.
Schon nach wenigen Seiten fällt auf - diese beiden Autoren verstehen ihr Handwerk. Der Sog packt mich und die ersten Hundert werden fix inhaliert. Dies kann über das gesamte Buch gehalten werden und so habe ich es in kurzer Zeit weggelesen.





Unperfekt

"Perfect" ist der Abschlussband von Cecilia Aherns Dilogie, die ins Genre Dystopie für Jugendliche einzuordnen ist. Teil 1 "Flawed" hat mich ziemlich stark fesseln können und wahre Begeisterungsstürme hervorgerufen. "Perfect" ist leider nur noch ein lauwarmer Abklatsch.


Einmal Pferdemädchen, immer Pferdemädchen

Daher habe ich den ersten Band von Antje Szillats neuer Pferdebuchserie "Tessa" in Kürze verschlungen. Antje geht es in ihrem Buch darum, zu vermitteln, dass Pferde keine Sportgeräte, sondern Partner fürs Leben sind. Ihr Roman basiert auf der wahren Geschichte ihrer Tochter Merle und deren Stute Ros de la Sol, die beide das Cover zieren. Rosie war ein Problempferd, doch Familie Szillat hat nicht aufgegeben und nun sind Merle und ihre hübsche Stute ein tolles und erfolgreiches Team.


Jeder liebt, so gut er kann

"Sie schreiben über eine Mutter, die ihre Tochter liebt. Unvollkommen. Weil wir alle nur unvollkommen lieben können." (S. 114)
"Die Unvollkommenheit der Liebe" ist ein Buch der leisen Töne, das jedoch zwischen den Zeilen sehr laut klingt. Darin stecken Anklagen und Wehklagen, Verdruss und der Wunsch nach mehr, aber auch ganz viel Liebe. Denn jeder liebt, so gut er eben kann. Niemals vollkommen, aber orientiert an den eigenen Möglichkeiten. Dass dabei Wunsch und Wirklichkeit nicht immer konform laufen, kommt in guten wie in schlechten Familien vor.








Zeitreise:


Wie ein fernes Lied

"Lange verdrängte Bilder stiegen unerwartet in ihr auf. Von johlenden Männern in Uniformen, die alte Leute schlugen, vom Mob, der leichtfertig den Parolen irgendwelcher Politiker folgte und den eigenen Missmut an hilflosen Menschen ausließ. Ihr war es in ihrem bisherigen, bald einundzwanzigjährigen Leben immer gelungen, sich der Nähe der Partei und ihren willfährigen Handlungen zu entziehen. [...] Und auch, weil sie als Swinggirl andere Wertvorstellungen besaß, als die meisten Mitglieder der Hitlerjugend."
Micaela Jary ist zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. Spannend paart sie Geschichte und tragische, sowie schöne persönliche Schicksale. Immer eine Lesezeitreise wert.





Der Schatten meines Bruders

"Der Schatten meines Bruders" ist ein Roman mit viel Gefühl, poetisch geschrieben und sehr tiefgreifend. Nicht immer sind es schöne Gefühle, die der Leser während des Lesens in sich aufnimmt und dennoch ist es eine Geschichte, die man mag. Ich bin zwar etwas zwiegespalten, da es einige Elemente im Roman gibt, die ihm die Authentizität nehmen und dadurch meinen Lesefluss etwas hemmen, aber die berührende Geschichte dieses sympathischen Mädchens wiegt das Ganze wieder auf. Es sind nicht die Elemente, in denen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen, die mich stören, sondern die Art, wie der Autor sie herüber bringt. Einem Debütanten sei dies verziehen. Mit Recht wurde dieser bewegende Roman, der vom Verlag Beltz & Gelberg mit so viel Liebe gestaltet wurde, mit dem LUCHS ausgezeichnet und landete auf der Liste der 7 besten Bücher für junge Leser. Ein kleines Büchlein, das tief bewegt.

Die Mutter meiner Mutter

„Die Mutter meiner Mutter“ hat mich sehr bewegt, denn es zeigt, wie lange Gewalt nachwirkt. Wie viele noch heute an den Gräueltaten des zweiten Weltkriegs leiden, egal ob direkt oder indirekt betroffen. Aus meiner Arbeit weiß ich wie langwierig Traumata und Ängste bestehen, werde dort immer wieder damit konfrontiert, dass sich negative Erlebnisse wie Gewalt, Missbrauch, Alkoholkonsum über Generationen durchziehen, dass Verhaltensmuster von einer Generation zur Nächsten weiter gegeben werden. Sabine Rennefanz stellt diese Problematik in ihrem Roman so dar, dass sie auch für Psychologie Laien leicht verständlich ist. Verpackt sie zudem in einer Geschichte, die sich gut und gern lesen lässt, auch wenn sie teilweise bedrückend ist. Interessant geschrieben, ohne zu sehr in einen Sachbuchcharakter zu fallen. Lesenswert!







Netzrundreise:

Wie die Sterne stehen ...

Kennst du eigentlich schon das Bloghoroskop von Kunterbunte Flaschenpost?


#Juni 15x30

So lautet der Name einer Challenge, die The Organized Cardigan veranstaltet hat. Getreu der Capsule Wardrobe einen Monat lang mit nur 30 Bekleidungsstücken auskommen. Die Challenge habe ich leider verpasst, dennoch gibt es dort tolle Anregungen.


Motiviert arbeiten, Veränderungen angehen

Auf Blogchicks stellt dir Anne eine Liste mit Büchern vor, die dich genau dabei unterstützen können.


Granola

Ich liebe Granola. Diese knusprige und energiereiche 
Form des Müslis steht jeden Tag auf meinem Speiseplan. Eigentlich habe ich ein bewährtes Rezept, aber ich muss unbedingt auch das von Naturally Good ausprobieren, das mit Cashewnüssen und Orangensaft verfeinert wird.










Kulinarische Reise:


Manchmal will man einfach nur übrig gebliebene Lebensmittel verarbeiten und zack! Hat man ein Dessert, in dem man gerne baden würde. 

Für 3 Personen 
4 EL Mascarpone
2 EL Quark
1 Becher Joghurt (klein)
.
verrühren
.
Abrieb einer Zitrone hinzu
.
einen Schuss Rum (alkoholfrei Rumaroma)
.
2 EL Ahornsirup dazurühren.
.
Im Wechsel mit gefrorenen Himbeeren schichten und im Idealfall einen halben Tag ziehen lassen.
Vorm servieren Granola oder Quinoapops drüber geben.




23.07.17

[Reiseproviant] # 8|17



Literarische Reise:


"Hellwach" | H. T. Smith | S. Fischer

Wer auf der Suche nach einer außergewöhnlichen Geschichte ist, der kann getrost zu "Hellwach" greifen, denn Autorin Hilary T. Smith hat eine Schreibe, die knallt, und Mut genug, um eine Protagonistin zu entwickeln, der man zwischenzeitlich gerne mal in den Allerwertesten treten möchte.

"Schwarzer Horizont" | I. Pala | Droemer Knaur

"Schwarzer Horizont" ist mein #currentlyreading. Da ich seit fast einer Woche erkältet bin, bin ich noch nicht dazu gekommen, viel darin zu lesen. Was ich schon sagen kann: es ist sehr flüssig geschrieben und lässt sich zügig lesen und die Atmosphäre darin ist sehr düster, was auf die Gemüter der Figuren zu schlagen scheint. Ich habe schon einige echt fiese Typen kennengelernt.

"Weil sie das Leben liebten" | C. Roth | Droemer Knaur

Schon die beiden Vorgänger "Als der Himmel uns gehörte" und "Als wir unsterblich waren" haben mir sehr gut gefallen. Roths Bücher bekommen von mir eine dicke Leseempfehlung, da sie in der Lage ist, großartige Figuren zu kreiieren, eine emotionale Atmosphäre aufzubauen und gleichzeitig mit ihrer Geschichte an historische Ereignisse zu erinnern, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen.



Zeitreise:


"Ladivine" | Marie Ndiaye | Suhrkamp

Nichts ist wie es scheint. Es bleibt was gegeben wurde. Kindheit und Familie beeinflussen nun mal die Persönlichkeit zu der wir uns entwickeln. Sowohl positiv, als auch negativ. Es bleibt ein ewiges Labyrinth, in dessen Gängen aus Wiederholungen, gefüllt mit Spiegeln, die unsere Biografie reflektieren, wir herumirren und auch Ecken geraten, in denen Rebellion gegen das, was wir erlebt haben, eine Rolle spielen und ebenso unsere Handlungen beeinflussen. Wir bewegen uns auf der Spur des Lebens, das uns unsere Eltern, Großeltern usw. mit auf die Reise gegeben haben, immer auf der Hut, vor lauter Kampf um eine eigene Identität nicht das Wesentliche und vor allem Stärken der eigenen Persönlichkeit und der Ahnen, zu übersehen. Sprachgewaltig, intensiv und manchmal ein bisschen aufdringlich, aber unglaublich passend umgesetzt von der Autorin Marie NDiaye. Eine Autorin, die mich sehr beeindruckt hat, mit ihrem Werk und die sicherlich auch noch durch andere Bücher ihren Weg in mein Regal finden wird.

"Ewig und eins" | Adriana Popescu | Piper

"Ewig und eins" ist ein ganz wundervolles, ein unterhaltsames aber auch wertvolles Buch über Freundschaft, Liebe, Mut, Hoffnung und die Geschichte, die einem das Leben auf den Leib schreibt. Ein Roman, der uns zeigt wie wichtig es ist sich dem Leben zu öffnen und Veränderungen zu zulassen. "Ewig und eins" hat mich wirklich begeistert und bekommt einen besonderen Platz in meinem Leserherz.

"Stichkopf und der Scheusalfinder" | Guy Bass | Sprecherin: K. Thalbach | Sauerländer Audio

Die Romanvorlage ist wirklich fabelhaft, voller Fantasie und auch herzlicher Momente, doch das Hörbuch setzt dem noch einen daruf. Katharina Thalbach gibt jedem einzelnen Charakter so viel Individualität und Lebendigkeit, das man gar nicht mehr aufhören mag ihr zu lauschen. Es ist unglaublich wie sie es schafft so vielen verschiedenen Figuren, so viel verscheidene Stimmen und passende Charakterzüge zu verleihen. Es ist eine Freude, ein Genus, ihr zuzuhören, denn sie lebt die Figuren. Sogar ein Ungetüm. Katharina Thalbach ist wirklich die besteste Geschichtenerzählerin der Welt und ich kann wirklich jedem dazu raten, sich dieses wundervolle Hörbuch zu kaufen. Ich hoffe, dass wir noch viele, viele Geschichten von Stichkopf und seinen Freunden zu lesen und hören bekommen.

Netzreise:


Modetrends, die Männer hassen

Klingt zunächst nach einem Bericht über Stylingtipps, aber dahinter steckt etwas ganz anderes. Die Störenfriedas rufen auf zu emanzipiertem und selbstbewusstem auftreten.

Netzrundreise

Die liebe Petzi hat ganz viele Links gesammelt von denen ich auch einige teilen wollte, also verlinke ich euch einfach ihren Beitrag.

Poké Bowl

Auf den Tisch kommen Smoothie Bowls und Buddha Bowls und demnächst kommt dann auch noch die Poké Bowl dazu (evtl. aber mit gebratenem statt gebeiztem Fisch). Was das ist erklärt Denise von Foodlovin'. Ein aufregendes Rezept liefert sie gleich mit.

Von Büchern und Empfehlungen

So lautet der Titel eines Blogposts auf Pinkfisch, in dem meine liebe Freundin Sarah aus ihrem Leben als Buchhändlerin plaudert.

Urlaubslesespaß für die ganze Familie

Falls du noch nicht weißt welches Buch du in deinen Koffer packen sollst, findest du hier ein paar Tipps.



Kulinarische Reise:


Buchweizen Himbeerkuchen (ohne raffinierten Zucker)

Diese Woche wird krankheitsbedingt wenig gekocht, sondern eher aufgewärmt (ich friere übriggebliebene Portionen gerne ein). Backen muss ich trotzdem. Das beruhigt mich. Hilft mir bei der Genesung. Da wir ja nach wie vor so gut es geht frei von raffiniertem (stark behandeltem) Zucker leben, gibt es Kuchen mit Ahornsirup und ohne weißes Mehl. Ein Rezept über einen fluffigen und leckeren Kastenkuchen habe ich euch hier verbloggt.


09.07.17

[Reiseproviant] #7 | 17


Literarische Reise:


"Das Spiel des Engels" | Carlos Ruiz Zafón | S. Fischerverlage

Ich weiß gar nicht, warum ich so lange vor mir hergeschoben habe, dieses Buch aus dem Regal zu nehmen und zu lesen. Klar, 700 Seiten sind umfangreich, aber wer "Der Schatten des Windes" gemocht hat, der weiß, dass dies kein Problem ist. Ich bin eine von denen, die Zafón Meisterwerk verschlungen haben und so ergeht es mir nun auch mit "Das Spiel des Engels". Ich bin dem Sog des Romans völlig ausgeliefert. Am liebsten würde ich nur lesen und das Buch gar nicht zur Seite legen.

"Wédora 01. Staub und Blut" | Markus Heitz | Knaur

Ich hinke ja meistens ein bisschen hinterher. Deshalb lese ich auch erst jetzt "Wédora", den aktuellen Fantasyroman von Markus Heitz.
Ändert nichts an der Tatsache, dass all die Empfehlungen von euch, dieses Buch vom Stapel ungelesener Bücher zu nehmen, absolut gerechtfertigt ist.
Das Buch ist so richtig spannend geschrieben. Die Kapitel enden immer so, dass ich unbedingt weiter lesen möchte, weil ich dringend wissen muss, was passiert. Ganz schön fies.
"Wédora" passt übrigens prima in den Sommer. Mit dem Wüstensetting bringt es ordentlich Hitze ins Lesezimmer. Außerdem ist es vom Erzählton sehr viel leichter und weniger komplex, als einige seiner anderen Bücher.
Wer hat's schon gelesen? Wer will noch?



Zeitreise:




"Der Trick" | Emmanuel Bergmann | Diogenes
„Der Trick“ ist für mich einer der magischen Romane, die in ihrem Gesamtpaket einen Zauber ausüben, dem sich kein Leser entziehen kann. Die Ausstrahlung dieses Erstlingswerkes, das von der durch Einfachheit der Charaktere geprägten Authentizität lebt, ist so enorm groß, dass schon die ersten Seiten über ungeahnte Anziehungskräfte verfügen und das Buch trotz seiner tragischen Augenblicke zu einem herzerwärmenden Roman voller Hoffnung werden lassen.

"Das letzte Polaroid" | Nina Sahm | Blumenbar
"Das letzte Polaroid" ist für mich ein Sommerbuch der etwas anderen Art. Es hat nichts mit einem leichten Sommerwind, einer feinen Brise, sondern fühlt sich für mich eher nach einer drückenden Schwüle an. Einer Schwere, der häufig ein Gewitter folgt, das damit auch Erleichterung schaffen kann. Nina Sahms ist für mich trotzdem eines DER Sommerbücher, die man gelesen haben sollte, da es sich abhebt und eine wirklich gute Geschichte birgt. Für kleine, wirklich kleine Kritikpunkte entschädigt das Ende, das so beweglich ist, wie die Atmosphäre des Romans.
#JdKöKi Juli Titel: "Jane & Miss Tennyson" | Emma Mills | Königskinder
„Jane & Miss Tennyson“ ist das mehr als gelungene Debüt der Vloggerin Emma Mills. Zwischen Devons romantischen Wünschen nach der großen Liebe, offenbart sich ein Roman mit viel Tiefgang. Ein Roman, der zeigt wie wichtig es ist eine eigene Meinung zu bilden und nicht hinter Oberflächlichkeiten herzurennen. Geschrieben von einer Autorin, die offensichtlich weiß wie wichtig wahre Freundschaft ist und was sie bedeutet.



Netzrundreise:


Lebe deinen Blog

Anna von Ink of Books hat einen fantastischen Beitrag darüber geschrieben, wie du deine Persönlichkeit in deinen Blog einbauen kannst. Sehr lesenswert nicht nur für Neu-Blogger.

6 Buchenpfehlungen für heisse Sommertage

findest du auf Janines Blog Kapri-zioes. Für diesen Beitrag voller Wunschlistenfutter hat sie sich noch weitere BuchbloggerInnen ins Boot geholt und so ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei.

Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs

So heißt ein Beitrag auf Mikka liest. Dort werden ganz viele tolle Links gesammelt. Zum Beispiel zu Rezensionen, zu Aktionen und lesenswerten Beiträgen.

Warum viele Medien immer noch Fantasy Literatur ignorieren

Auf dem Blog vom Fantasy Verlag Fischer Tor, ist ein interessantes Video verlinkt, in dem verschiedene Personen aus der Buchbranche über den Stellenwert der Fantasy Literatur sprechen. Der Satz "Ich würde mir wünschen, dass Literaturenthusiasten sich mehr miteinander und dadurch auch mit dem Fremden beschäftigen würden. Auch das ist eine bunte Gesellschaft." spricht mir absolut aus der Seele.

10 x 3 Dinge über ... Mich

Ich durfte als Gast im Bücherkaffee Rede und Antwort stehen.


Kulinarische Reise:





Holunderzeit

Ist jetzt eigentlich schon wieder vorbei. Kurz bevor die Blüten abfielen und Beeren an den Sträuchern wachsen, habe ich noch ganz viel Holunder gesammelt. Einen Tee habe ich mir ganz frisch aufgebrüht (sehr lecker), den restlichen Holunder habe ich zwei Tage lang getrocknet und dann in eine Dose gefüllt, so dass ich im Winter einen leckeren Tee habe, der sehr gut bei Erkältung hilft und das Immunsystem schützt. Wenn die Beeren reif sind, dann werde ich wieder sammeln. Dann nicht für Tee, sondern für Likör.

Fenchelsuppe

Vor kurzem habe ich mir das Buch "Goodbye Zucker" von Sarah Wilson besorgt. Darin ist ein tolles Rezept für Fenchelsuppe, das ich direkt mal ausprobieren musste. Sehr, sehr lecker.



Habt einen entspannten Sonntag und kommt gut in die neue Woche.

25.06.17

[Reiseproviant] #6 | 17



Literarische Reise:


Die endlosen Möglichkeiten der Phantastik

In der phantastischen Literatur ist alles möglich. AutorInnen müssen sich an keinerlei Vorgaben aus der Realität halten, können ganz neue Welten erschaffen und Elefanten die Chance geben das Fliegen zu erlernen. Trotzdem orientieren sich die Phantastik Schreiberlinge häufige an Szenen aus der Realität. Meistens, um Kritik zu üben. Politisch, sozialkritisch oder, oder. Charlie Jane Anders beweist in ihrem Roman "Alle Vögel unter dem Himmel", das eine Kombination aus fantasievollen Ideen und Kritik am verschwenderischen Umgang mit unserem Problem zu einem richtig spannenden Roman werden kann. Klug und unterhaltsam. Große Leseempfehlung.



Glück kann man überall finden

"Das Glück hat vier Farben" ist der erste Jugendroman der Autorin Lisa Moore, die bereits erfolgreich Bücher für Erwachsene veröffentlicht. Innerhalb von zwei Tagen habe ich dieses liebenswerte Buch verschlungen. Eine Hommage daran, dass Glück nicht in materiellen Dingen steckt. Feinfühlig und spannend erzählt.

Lese ist wie Reisen

Eine meiner Lesereisen führte mich in die Türkei. Ein Land, mit dem ich bisher wenig Berührungspunkte hatte. "Der Sohn des Hauptmanns" von Nedim Gürsel, hat mich daran erinnert, dass Toleranz eben auch bedeutet, sich für andere Menschen und Kulturen zu interessieren, sich zu informieren. Und letztendlich haben wir doch alle ähnliche Zwischenmenschliche Probleme. Egal, in welchem Land unser Elternhaus steht.



Zeitreise:


Rassentrennung, Rassismus und Unterdrückung

"Ein besseres Leben, das sollte auch bedeuten, dass ein Kind etwas tun konnte, was keinen besonderen Zweck hatte, sondern ihm einfach nur Freude machte."
"Zwölf Leben" / Ayana Mathis / DTV

Verbotene Liebe

Autorin Kathrin Schrocke , deren Roman „Freak City“ vielfach ausgezeichnet wurde, hat mit „Verdammt gute Nächte“ einen Roman geformt, der in bezaubernder Sanftheit von den Problemen des Erwachsen Werdens, von der Suche nach der eigenen Identität, vom zarten und verletzlichen Band einer Beziehung, egal welcher Form, erzählt. Der ein bisschen schockiert und gleichzeitig so viel Verständnis hervorruft. Ein berührender Liebesroman der besonderen Art. Kathrin Schrocke ist es gelungen einen ehrlichen Roman zu schreiben, der mit der Liebesgeschichte eines authentischen Protagonisten, berührt und sich auf besondere Art in mein Herz geschlichen hat. Ein Buch, das lange nachhallen wird.


Netzreise:


Schadstoff Alarm in der Kosmetik

Kein neues Thema, aber immer wieder nennenswert. Diesem Problem haben sich nun App Entwickler angenommen. Wie die Codecheck App genau funktioniert und welch schockierenden Ergebnisse sie gebracht hat, erklärt Happy Serendipity.

Scheib mir

Inga stellt auf ihrem Blog Schon halb Elf ein hübsches Postkartenbuch des Illustrators Christoph Niemann vor.

Welches Temperament hast du?

Bzw. dein Kind? Diese Thematik macht sich der Naturkosmetik Hersteller Weleda (ich bin selbst großer Fan der Produkte) zu Nutze und stimmt das Haarshampoo für Kinder auf eben dieses ab. Nebenbei erklärt Sarah noch wie es zu Genderproblemen kommen kann. Spannend, auch für Nicht-Eltern.

Sommerlicher Nudelsalat

Da ich den klassischen Nudelsalat nicht so gerne mag, bin ich immer auf der Suche nach Alternativen. Diese von Elle Republic klingt sehr lecker und wird in der kommenden Woche auf jeden Fall ausprobiert.

Lesezeit

Dani von Brösels Bücherregal stellt drei Bücher vor, die gut im Sommerurlaub gelesen werden können. Eins davon befindet sich glücklicherweise schon in meinem Regal.

Kulinarische Reise:


Grillen

grillen und nochmals grillen. So sind unser aktueller Kochplan aus. Der Herzensmann hat einen neuen Grill gekauft, der natürlich getestet werden muss, und das Wetter spielt auch mit. Für mich ganz praktisch, wenn der Mann am Herd steht. Außerdem kommen ziemlich häufig ziemlich viele Freunde dazu und so wird das ganze zu einem turbulenten Vergnügen. 

Kidneybohnenbällchen

Mein neues Lieblingsessen habe ich auf Vegan Heaven gefunden. Bällchen aus Kidneybohnen. Einfach und schnell zubereitet. Im Rezept werden sie mit Tomatensoße serviert, ich kann mir aber auch sehr gut vorstellen, sie als eigenständiges Gericht zu Süßkartoffelpommes, Kartoffelspalten und Dip, Salat oder, oder, oder zu servieren. Ihr seht es ist ein vielseitiges Gericht, das richtig, richtig lecker schmeckt.


Habt einen entspannten Sonntag.