04.08.20

[Monatsrückblick] Juli 2020





Der erste Monatsrückblick, der nicht mehr unter Fantasie und Träumerei, sondern Nannis Räuberleben online geht. Ich fühle mich so wohl mit dem nicht mehr ganz neuen Namen, den ich auf Instagram schon seit letztem Sommer benutze, und vor allem mit meinem neuen Logo, dass so hübsch und absolut Nanni ist. 

Am Seitenlayout, Linklisten, Labels usw. muss ich noch ein bisschen arbeiten. Hier fehlt noch ein wenig Feinschliff, aber dazu werde ich erst in der nächsten Zeit kommen.





Im Juli haben wir sehr, sehr viel Zeit im Stall verbracht. Ich habe meine Reitschülerinnen auf Reitabzeichenprüfungen vorbereitet und selbst ziemlich viel trainiert, was sich zu meiner Freude, bemerkbar macht. Sowohl meine, als auch Peppers Körperspannung, Ausdauer und Feinfühligkeit haben sich verbessert.




Die Räubertochter durfte im Juli endlich wieder in den Kindergarten. Große Freude.
Der Wiedereinstieg wurde von den Erzieherinnen und Erziehern liebevoll gestaltet. Trotz aller Sonderregelungen, die nach wie vor bestehen, fühlen sich die Kinder sichtlich wohl.




Hier auf dem Land merken wir die Corona Einschränkungen gar nicht so stark. Wir verbringen viel Zeit an der frischen Luft, gehen sonntags wandern, reiten oder Fahrrad fahren. Das war schon vor dem Lockdown so. Indoor Angebote nahmen wir wenig wahr. Im Juli mussten wir mit dem kleinen Räubermädchen in die Kinderklinik (nichts dramatisches, wie sich später herausstellte). Dort wurde mir nochmal so richtig bewusst, wie sehr Corona teil des Alltags ist und wie gut wir es auf dem Land haben. 

Ich habe im Juli recht fleißig gelesen, aber kaum Zeit gefunden Rezensionen zu schreiben. Hier stapeln sich mindestens 10 Bücher, die unbesprochen sind. Ich hoffe sehr, dass ich das in der kommenden Woche endlich mal nachholen kann. 

Chaos SuB



JULI:

39) "Die Spiegelreisende. Die Verschwundene vom Mondscheinpalast" | Christelle Dabos | Suhrkamp
40) "Ein anderes Brooklyn" | Jaqueline Woodson | Piper
41) "Daisy Jones & The Six" | Tara Jenkins Reid | Ullstein
42) "Glück & los. Lina und die Sache mit den Wünschen | S. Fischer
43) "Das Schwert der Totengöttin" | Katharina V. Haderer | Knaur Fantasy
44) "Swing Time" | Zadie Smith | KiWi




Alle im Juli gelesenen Bücher waren richtig gut. Jedes auf seine Art.

"Die Spiegelreisende. Die Verschwundene vom Mondscheinpalast"  von Christelle Dabos (Übersetzung: Amelie Thoma) war mein erster Ausflug ins #dickebüchercamp.
10 Tage lang war ich auf der Arche Pol unterwegs. Eine spannende Zeit, in der meine Reisebegleitung Ophelia zur Vize-Erzählerin gekürt wurde und Drohbriefe kam. Dass ihre chaotische Verwandtschaft anrückte, nahm dem Aufenthalt dort keinerlei Turbulenzen. Der zweite Teil der "Die Spiegelreisende"- Reihe ist super. Eine perfekte Fortsetzung. Es macht so viel Freude in diese Welt einzutauchen und richtig fesselnd ist die Story auch. Am besten gefallen mir die, zum Teil sehr skurrilen, Charaktere.
Klare Leseempfehlung auch für Nicht-Fantasy-Leserinnen und- Leser.





"Ein anderes Brooklyn" von Jacqueline Woodson (Übersetzung: Brigitte Jakobeit) ist in der letzten Runde des Instagram Lesekreises Mariaslesekreis ausgewählt worden. Ein großartiger Roman. Fast poetisch, sehr eindringlich erzählt. Die Skizze einer Jugend, die mit all ihren Facetten, Höhen wie Tiefen, starken Belastungen durch Herkunft, Familie und gesellschaftlichen Strukturen unter die Haut geht. So kraftvoll erzählt, dass die Geschichte regelrecht spürbar ist.




"Daisy Jones & the Six" von Tara Jenkins Reid (Übersetzung: Conny Lösch) ist - trotz vieler Empfehlungen - ein unerwartetes Highlight. Die Geschichte einer fiktiven Band, so realistisch und gleichzeitig kunstvoll erzählt, dass ein wahrer Sog entsteht. Was mich besonders beeindruckt ist, wie gekonnt Zwischenmenschliche Höhen und Tiefen, Brüche, Sehnsüchte, wunde Punkt und dunkle Flecken, Hoffnungen und Ängste auf den Punkt gebracht werden. Jenkins Reid wählt das Interview als Erzählform und landet damit einen Treffer. Achtung! Der Wunsch 70er Jahre Musik zu hören steigt mit jeder Seite.




"Glück & Los. Lina und die Sache mit den Wünschen" ist die zweite Reihe von Autorin Dagmar Bach und wieder genau so herzlich, lesenswert und lustig, wie die "Zimt"-Bücher. Ich scheue hier keinen Vergleich mit Kerstin Gier (vom Inhalt vielleicht etwas kindlicher) und genieße die Freude, die beim Lesen von Bachs Büchern aufkommt.




"Das Schwert der Totengöttin" hat mich hin und hergerissen. Spannend erzählt, spritzige Dialoge, richtig gute Charaktere, aber - und das wusste ich dank des Klappentextes im Vorfeld - all diese Untoten. Das ist ja eigentlich so gar nicht meins. Als dann ein Baby totgeboren wurde und dann wieder zum Leben erwachte, überlegte ich ernsthaft, ob ich abbrechen sollte. Dafür ist mein Gemüt nicht geeignet. Aber Katharina V. Haderer schreibt einfach zu gut, um zur Seite gelegt zu werden. Band 2 "Der Garten der schwarzen Lilien" wird also auch bei mir einziehen.




"Swing Time" von Zadie Smith (Übersetzung: Tanja Handels) wurde mir schon mehrfach empfohlen. Zu Recht. Ein guter, klarer Roman über Freundschaft, Herkunft, Verantwortung und Schicksal. Mein erstes Buch der britischen Autorin Zadie Smith, aber ganz sicher nicht mein letztes.





Wie war dein Lesemonat Juli? Welcher Roman war dein Highlight?

Neben Romanen, habe ich auch ein Kochbuch und einen Ratgeber gelesen und besprochen. "Trau dich, Mut steht dir!" ist das neuste Buch von Vanillamind Autorin Melina Royer, deren Coachings ich schon lange verfolge. Zusätzlich zum Buch gibt es tolle Karten zur täglichen Inspiration.




Das "Wald-Kochbuch" von Bernadette Wörndl passt perfekt zu meiner Familie und unserer Ernährung. Rezepte mit Zutaten aus dem Wald, Ideen zum Selbermachen, Tipps zu Pflanzen, die ich sammeln und weiterverarbeiten kann. Z.B. zu sehr leckerem Holunderessig.




Im Juli:
 
...hat der Herzensmann ein tolles Waldsofa gekauft...


...sind die Kinder gemeinsam geritten...

...haben wir endlich mal wieder den Herzensplatz & Herzensmenschen besucht...

...wurde manchmal gekocht...

...haben wir einen ziemlich grünen Gartenbewohner entdeckt...

...uns über Blumen vorm Haus gefreut...

...und Bienen...

...haben wir Scharfgarbe gesammelt...

...mit Ponys gekuschelt...

...am Lagerfeuer gesessen...

...im Bach gespielt...

...Johannisbeeren gegessen...

...eine Rankhilfe für die Erbsen gebaut...



31.07.20

Wald-Kochbuch: Rezept für Holunderblütenessig





Einer meiner Lieblingsgerüche aus dem Frühling ist der des blühenden Holunders.





Jedes Jahr Ende Mai / Anfang Juni sammel ich die hellblühenden Dolden des Holunderbusches, koche sie zu Sirup und bereite uns eine Limo zu.
Schmeckt herrlich frisch und blumig leicht. 
In diesem Jahr haben unsere Bienen wohl reichlich Holunder gesammelt. Ihr Honig ist dadurch besonders lecker.
Den Geruch konnte ich bis dato leider noch nicht einfangen. 




Der sprang mir in den letzten Wochen immer dann entgegen, wenn ich das Glas mit dem Holunderessig in die Hand nahm. Den setzte ich zur Holunderernte nach dem Rezept von Bernadette Wörndl an. Ein leichter Essig, der Salaten eine fruchtige Note verpasst. 

Mit einem Spritzer Holunderessig im Sekt oder Prosecco, entsteht ein frühlingshaftes Getränk für erste warme Abende im Garten oder auf dem Balkon.

Das Rezept aus dem Buch "Wald-Kochbuch" ist wie folgt:




Holunderblütenessig

  • 10 Holunderblütendolden ohne Stängel
  • 1 l Weißweinessig oder Balsamico
  • 2 Gewürznelken
1. Alle Zutaten in ein großes steriles Glas füllen, ein Baumwolltuch über die Öffnung legen und mit einem Gummiband befestigen. An einen warmen Ort stellen und ab und zu vorsichtig schütteln.
2. Nach ca. 2 Wochen abseihen, den Essig auffangen, in sterile Flaschen füllen und verschließen. Hält kühl und dunkel gelagert bis zu einem Jahr.





Ich mag es sehr Zutaten in der freien Natur einzusammeln und damit Lebensmittel herzustellen. Ich habe in der Hand, welche Zutaten ich verwende, von welcher Qualität diese sind und wie viel Zucker im Einsatz ist. Das wirkt sich ganz besonders auf den Geschmack aus.




Das "Wald-Kochbuch" von Bernadette Wörndl lässt mich ganz auf meine Kosten kommen und gibt mir viele Tipps und Anregungen, wie ich leckere Lebensmittel selbst herstellen kann.





28.07.20

Das Wald-Kochbuch | Bernadette Wörndl




Wälder tun einfach gut: Hier kann der Mensch entschleunigen, sich erden und inspirieren lassen. Wie vielfältig der Wald auch als Speisekammer ist, zeigen die besonderen Rezepte von Bernadette Wörndl. Ob Waldbeeren, Fichtenwipfel, Holunderblüten, Pilze oder Wild – zu jeder Jahreszeit bietet die Natur ein neues Aromenspiel.
So lässt sich der Wald mit allen Sinnen genießen!
(Text & Cover: © Hölker Verlag; Foto: © N. Eppner)

In einem klitzekleinen Örtchen mitten im Wald aufgewachsen, habe ich eine besondere Beziehung zum Wald. Für mich ist es ein Platz der Ruhe und der Geborgenheit. Der Wald ist meine Heimat. 

Der Wald bietet Nahrung. Beeren, Pilze, Nüsse, Wild und vieles mehr. Multitalent Bernadette Wörndl hat sich im Wald ihrer Heimat Österreich umgeschaut und ein wunderschönes Kochbuch entwickelt, das Rezepte mit den Schätzen des Waldes beinhaltet. Der Untertitel "sammeln, erleben, entdecken, genießen" passt perfekt, denn das Waldkochbuch ist mit all seinen Eigenschaften ein Buch für alle Sinne.

Die Rezepte im "Wald-Kochbuch" sind in die vier verschiedenen Jahreszeiten aufgeteilt. Das mag ich sehr, denn saisonal kochen ist mir sehr wichtig. Gehe ich davon aus, dass ich mir meine Zutaten selbst sammel, ist es unabdingbar zu wissen, was wann wächst. 




Nach einer kleinen Einleitung zur Handhabung der Rezepte reisen wir direkt in den frühlingshaften Wald mit dem besonderen Grünton, den es nur in der Natur gibt. Buchenblätterschösslinge und Tannenwipfel scheinen durch und beleben erste kahle Äste. Letztere lassen sich sammeln und zu vielerlei nützlichem verarbeiten. Wie z.B. Tannenwipfelhonig, der die Heilung bei Erkältung und Halsschmerzen durch natürliche ätherische Öle unterstützt.

Auch der Holunder beginnt zu blühen. Blüten und später auch Beeren, lassen sich zu allerhand Leckerem verarbeiten. Wer nicht weiß wie Holunder oder andere Schätze des Waldes aussehen, muss sich keine Sorgen machen. Pflanzenporträts mit wunderschönen Zeichnungen verschaffen einen guten Überblick über die Flora des Waldes.

Egal ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter - jedes Rezept ist mit ganz viel Liebe gestaltet. Ausführliche Beschreibungen und Fotos, die das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen, machen aus dem "Wald-Kochbuch" ein besonderes Highlight meines Kochbuchregals. Schon das Durchblättern ist ein wahrer Genuss und lässt mich den Duft des Waldes hören, das Rauschen der Blätter hören und die Süße von Holundersirup schmecken. Einziger Wermutstropfen ist, dass einige der Zutaten in unserer Region nicht wild wachsen bzw. nur schwer zu bekommen sind. 




Insgesamt ist das "Wald-Kochbuch" ein inspirierendes und wunderschönes Kochbuch, das für Feinschmecker wie rustikale Esser Rezepte bereithält, sowie Ideen bietet für Sammlerinnen wie ich eine bin. 

Hölker Verlag - 184 Seiten - Hardcover - 32,00 €



27.07.20

[Waldrauschen] Aktuelles reiterliches Befinden




Seit März etwa trainiere ich wieder regelmäßig. 

Es ist echt anstrengend neben Kindern, Haushalt, Arbeiten. Ich mache zusätzlich Yoga für mehr Beweglichkeit und Körperspannung, fahre Fahrrad für Kraft und Ausdauer. 

Trotz all dieser Anstrengungen bin ich froh, dass ich den Schritt gegangen bin. Und weiter gehe. 

Auf den Fotos, die im Juni entstanden sind, sind noch einige Baustellen zu sehen. Das ein oder andere konnte ich mit Hilfe von meinen Trainerinnen schon korrigieren, manches ist immer noch ausbaufähig. Pepper geht jetzt schon besser über den Rücken, als auf dem Foto und hat mehr Muskeln bekommen. Dank der Behandlungen der Osteopathin bekommt er wieder ein besseres Körpergefühl und kann nach und nach Kraft aufbauen.




Das ist auch das, was ich am Reiten so mag: es ist ein Teamsport. 
Es gibt mein Pferd und mich. 
Nur wenn wir zusammen finden, in eine Richtung und nicht gegeneinander arbeiten, schaffen wir etwas. 

Und dann gibt es noch die Menschen drumherum. 
Diejenigen, die fürs Wohlergehen zuständig sind, die sich ums Wohlbefinden, um Futter und Gesundheit kümmern, diejenigen die beim Training unterstützen, weil Reiten ein dynamischer Prozess ist und man nie alles kann. 
Diejenigen, die dir zur Seite stehen, auf die Kinder aufpassen, mein Pferd bewegen, wenn ich keine Zeit habe, Kaffee und Cola mitbringen, wenn der Kreislauf nach dem Training im Keller ist und diejenigen, mit denen ich mich über Erfahrungen austauschen kann.

Das alles und noch viel mehr macht Reiten als Sport und den Umgang mit Pferden zu etwas besonderem. Etwas, das ich nie aus meinem Leben streichen möchte.




Text: © 2020, Nanni Eppner; Fotos: © 2020, Carolin Kreutzmann

23.07.20

Trau dich, Mut steht dir! | Melina Royer & Timon Royer




Egal, ob du zu schüchtern bist, um auf andere zuzugehen, ob du deine Ziele endlich erreichen willst oder einfach dein Selbstvertrauen stärken möchtest: Das erste Eintragbuch von Melina und Timon Royer, den Autoren des Online-Magazins Vanilla Mind, steht dir bei den kleinen und großen Herausforderungen an jedem Tag zur Seite. Mit inspirierenden Impulstexten, konkreten Tipps und viel Platz für eigene Notizen und Gedanken macht es dir deine Stärken bewusst und lässt dich über dich hinauswachsen.
(Text & Cover: © arsEdition; Foto: © N. Eppner
)


Seit einigen Jahren folge ich Melina Royer auf Instagram, lese ihren Mutletter (Newsletter) und den von ihr und ihrem Mann Timon gemeinsam bespielten Blog Vanilla Mind, sowie den Podcast "Still & Stark - Für leise Menschen mit innerer Stärke". Ich finde die beiden als Team so richtig stark und kann mir oft was aus ihren Beiträgen mitnehmen. Fühle mich dadurch inspiriert und MUTiviert. Umso mehr freue ich mich, dass sie gemeinsam ein Buch geschrieben haben, dass sich dem Thema "Mut" annimmt.

Mut? Was ist das überhaupt? Was ist Angst? Welche Ängste habe ich? Wie kann ich sie besiegen?

"Mut entsteht beim Machen"

Melina und Timon geben mir Unterstützung bei der Selbstreflektion. Über verschiedene Übungen gelingt es mir herauszufiltern, wo meine Mutschwächen sind, aber auch, wo ich bereits Stärken besitze. Sie bieten verschiedene Wege den Punkt herauszufiltern, der mir am meisten Schwierigkeiten  bereitet, auf dem Weg zum Mutig sein. Liegt es eher daran, dass ich Versagensängste habe oder blockiere ich mich dadurch, dass ich zuviel Energie in andere (negative) Menschen bzw. Beziehungen stecke. 




Wieviel Mut besitze ich bereits? Resilienz - die innere Stärke (Thema meiner Diplomarbeit) wird verständlich erklärt und entkräftet. Resilienz muss keine starrer, unveränderbarer Bestandteil meines Lebens sein, sondern darf als Fähigkeit, die erlernt werden, an der ich arbeiten kann, gesehen werden. Melina und Timon bieten dabei Unterstützung.

Ebenso bei der Überwindung von Ängsten. Der SOS-Notfallplan für Angstattacken könnte eine Möglichkeit sein, mich aus einer solchen zu befreien. 

"Nein sagen macht stark!"

"Trau dich, Mut steht dir gut!" ist ein Mitmach-Buch, das mich gut begleitet. Auf dem Weg meine eigenen Unsicherheiten herauszufinden und Schwächen in Stärken zu verändern. Melina und Timon bieten Tipps, Aufgaben und kleine Journalings, um mir eine bestmögliche Begleitung auf dem Weg zu mehr Mut zu bieten. 




Ergänzend dazu gibt es die Kartenbox "Be brave!" gefüllt mit 50 Karten, die mir einen (Gedanken-)Anstoß bieten, um mutiger zu sein, um mal etwas auszuprobieren, das ich mich vorher nicht getraut habe. 




"Diese Kartenbox schenkt mir mit 50 Mutmachern jeden Tag einen kleinen Anstoß, um endlich anzufangen, um dranzubleiben, um loszulassen und etwas zu ändern."

Wie mutig bist du? Stell dich deinen Ängsten und lebe ein Stückchen freier.


Buchinfo:

arsEdition (2020)
128 Seiten
Softcover
14,00 €

50 Karten
6,99 €


Rezensionen: ©2020, Nanni Eppner

15.07.20

Aus Fantasie und Träumerei wird Nannis Räuberleben



Seit 10 Jahren blogge ich auf Fantasie und Träumerei. 
Seit 10 Jahren über hunderte Beiträge über Bücher und meine Leidenschaft - das Lesen.

Ich lese und blogge nach wie vor sehr gerne, aber ich fühle mich schon eine längere Zeit nicht mehr wohl mit meinem Namen Fantasie und Träumerei, den ich damals recht schnell aus dem Ärmel schüttelte, als ich endlich verstand, wie das mit dem Einrichten eines Blogs so funktioniert.

Jahrelang hat er zu mir gepasst. Das, was ich am Lesen besonders mag, ist die Eigenschaft, dass Bücher alles können. Sie können Emotionen wecken, können dich mitnehmen an reale und fiktive Orte, schaffen Bekanntschaft mit anderen Menschen, wecken deine Fantasie und bringen dich zum Träumen.

2016 wurde ich Mutter und mit meiner Elternschaft, veränderte sich mein Denken, mein Blickwinkel, meine Perspektive auf viele Dinge im Leben. Ich wuchs mehr und mehr aus Fantasie und Träumerei heraus.

Auf Instagram schreibe ich schon länger über viel mehr, als über Bücher. Dort findest du meine Beiträge unter den Häschtäggs #naturkind, #lustigistdasräuberleben, #bienen, #pferdemädchen, #unseralltagistihrekindheit.




Familienleben, Pferde, Natur(schutz) haben dort schon einen großen Raum bekommen und finden auch immer wieder ihren Weg auf den Blog. In unserer Räuberhöhle ist immer was los. Das teile ich gerne mit euch und ich hoffe, dass auch ihr diese Beiträge genauso mögt, wie meine Rezensionen, Autoreninterviews und andere Buchthemen. Bücher werden auch weiterhin im Fokus des Blogs stehen. Ergänzt durch weitere Themen, die mich in meinem Alltag bewegen.

Ab sofort findest du mich nicht mehr auf der alten Blog URL, sondern auf nannisraeuberleben.de

Es grüßt dich ganz herzlich und freut sich auf die nächsten 10 Jahre, 
Nanni





01.07.20

[Monatsrückblick] Juni 2020





Einmal tief eingeatmet und der Juni war vorüber.
Von der Corona-Entschlunigung merke ich nichts mehr und auch der Gedanke "aber nächste Woche wird es dann ruhiger", bringt mir nichts. 

Im letzten Rückblick habe ich ja schon erzählt, dass ich wieder fest arbeiten gehe. Im Reitstall war so viel los und auch mein eigenes Trainig läuft so gut, dass ich meine Tage fast ausschließlich zwischen Stall, Weide und Reitplatz verbringe. Meine Kinder sind dann meist dabei, was sehr praktisch ist, aber auch manchmal anstrengend, weil ich dann immer eine Tasche mit Kleidung, Essen und Spielzeug vorbereiten muss. Aber es ist schon gut so wie es ist, denn sonst müsste ich die Kinder oft fremd betreuen lassen und sie sind auch super gerne auf dem Reiterhof und bei den Pferden.




Ab 6. Juli darf die Räubertochter wieder in den Kindergarten und freut sich sehr darauf. Sie fragt mich jeden Morgen, ob es nun soweit sei. Sie vermisst die anderen Kinder und auch den Kindergartenalltag sehr. Anfangs haben wir Zuhause noch versucht den Tag ähnlich dem im Kindergarten zu gestalten, aber irgendwann hat der Alltag das einfach aufgefressen. Auf meine Frage, ob sie mal was basteln möchte, antwortete sie "och Weihnachten wieder." 

Beide Kinder haben eine große Entwicklung im Bereich der Sprache durchlaufen. Die Räubertochter hat ihren Wortschatz erweitert und ihr Verständnis von Sprache, vom Umgang mit Sprache ist auch ein anderes, als vor ein paar Wochen. Und auch das kleine Räubermädchen plappert munter drauf los. Zum Teil muss man noch erahnen, was sie meint, aber sie kann sich trotzdem sehr gut verständigen und ist in der Kommunikation freier geworden.


Wie war dein Juni? Entspannt oder eher schnelllebig? Ist bei dir wieder etwas mehr Alltag eingekehrt oder fühlst du dich noch sehr von Corona eingeschränkt?



Der Juni ist seit Jahren einer meiner leseschwächsten Monate. In diesem Sommer scheint das aber nicht unbedingt der Fall zu sein. Sechs gelesene Bücher finde ich eigentlich ganz okay. Hätte ich mich früher getraut "Das Reich der zerbrochenen Klingen" abzubrechen, hätte ich sogar noch ein Buch mehr lesen können. So dümpelte ich tagelang zwischen wenigen Seiten herum und wunderte mich, wo denn meine Leselust blieb. 

JUNI:


33) "Sommergäste" | Agnes Krup | Piper
34) "Die dreizehn Gezeichneten 03. Der krumme Mann der Tiefe" | Judith & Christian Vogt | Bastei Lübbe
35) "Die Diva" | Michelle Marly | Aufbau
36) "Die Pferde von Eldenau 02. Galopp durch die Brandung | Theresa Czerny | Magellan
*ABGEBROCHEN: "Das Reich der zerbrochenen Klingen" | Anna Smith Spark | Knaur Fantasy
37) "Wie sagt man ich liebe dich" | Claudia Winter | Goldmann
38) "Tara & Tahnee" | Patrick Hertweck | Thienemann Esslinger






Alle anderen Bücher mochte ich sehr und ich finde es in diesem Monat extrem schwierig meinen Monatsliebling auszumachen. Ich merke, dass ich mich derzeit mehr zu leichterer, unterhaltsamer Lektüre hingezogen fühle, was sicher auch am vollen Terminkalender liegt. Starke Konzentration fällt mir eher schwer. 

"Sommergäste" ist ein leichter Sommerroman, der seine Tiefe durch die Figuren bekommt. Zwei Frauen mit Lebenserfahrung und Charakter. Es ist ein Roman über die Liebe und darüber, dass nicht das Geschlecht ausschlaggebend ist, sondern das Miteinander.

"Der krumme Mann" ist das extrem spannende Finale der "Die 13 Gezeichneten" Trilogie und ein wirklich perfekter Abschluss einer Reihe, die politisch und mutig, stark und direkt ist.

"Die Diva" ist das teils fiktive, teils auf wahren Begebenheiten verfasste Portrait von Maria Callas. Im Fokus steht die Liebe zum Millionär Ari Onassis, aber auch das Wesen der Callas, die einer schwierigen Kindheit entkommen, weiterhin um Unabhängigkeit und Respekt kämpfen muss.

"Galopp durch die Brandung", den zweiten Teil der "Die Pferde von Eldenau"-Reihe, habe ich regelrecht verschlungen. So spannend! Hat mir noch besser gefallen als Band 1 und ist ein absolutes Muss für Pferdefreunde.




"Wie sagt man ich liebe dich" ist der perfekte Roman für den Sommer. Paris, Lissabon und Amore. Eine Reise in die Vergangenheit, zwei starke Frauen und das Thema Gehörlosigkeit geben dem Buch Tiefe und Sympathie. Eine klare Leseempfehlung.

"Tara und Tahnee" hat auch schon Damaris mit Begeisterung gelesen und ich kann ihr nur zustimmen, dass es sich dabei um ein besonders gutes Kinderbuch handelt, dass voller Spannung steckt.


Wie war dein Lesemonat Juni? Warst du im Lesefluss oder hast du die langen Sommerabende anders genutzt? 


Im Juni:




...freuen wir uns täglich über Gesumme und Gebrumme im Garten...

...sind die Kinder bis in die Wolken geklettert...

...haben wir erste Leckereien wie Johannisbeeren oder Kohlrabi, Radieschen und Salat ernten können...

...bin ich sehr viel geritten...

...und die Kinder auch...

...wurde zum ersten, aber nicht letzten Mal eine Galette gebacken...

...haben wir häufig im Gras gelegen und gelacht...

...und uns über die Blütenpracht der Akeleien gefreut...

... habe ich all meinen Mut zusammen genommen und nach
8 Jahren wieder mit dem Springreiten begonnen.



Komm gut in den Juli und hab eine schöne Zeit.