26.11.21

Ein Kopf voller Ideen - Wie Kreativität unseren Alltag bereichert | Tanja Queckenstedt



 

Kreativität zeichnet nicht nur Künstler und Erfinder aus. Auch im Leben von scheinbar gewöhnlichen Menschen sprudeln Ideen und schlagen Geistesblitze ein – wenn wir es zulassen. Manchmal fällt uns die Lösung für ein kniffliges Problem plötzlich beim Tagträumen ein. Und nur wenn wir die Gedanken spielen lassen, kommen uns die außergewöhnlichsten Ideen. In diesem Hörbuch mache ich dich mit der launischen Muse bekannt und zeige auf, wie wir sie hervorlocken können. Wissenschaftliche Erkenntnisse, Fallbeispiele, Anekdoten und Übungen machen das Audio-Sachbuch Ein Kopf voller Ideen zu einem inspirierenden Begleiter für alle, die kreativer, resilienter und zufriedener werden wollen.
(Text & Cover: Amazon Publishing; Foto: © N. Eppner)

"Kreativität ist so faszinierend, weil sie uns aus dem Alltag heraushebt, weil sie uns das Gefühl gibt, intensiver zu leben als sonst."

"Ein Kopf voller Ideen" ist nicht das erste Sachbuch, das ich zum Thema Kreativität las. So kam es, dass mir einige vorgestellte Tatsachen und Methoden bereits bekannt vorkamen. Dennoch konnte ich auch von Tanja Queckenstedts Hilfestellungen und Erläuterungen einiges mitnehmen. 

Queckenstedt schreibt wissenschaftlich, aber trotzdem locker und mit einem humorvollen Tonfall, so dass es leicht fällt, ihren Erklärungen zu folgen. Ich markierte viel und schrieb mir einige wichtige Dinge heraus, die für mich oder für meine Arbeit relevant erscheinen und die ich mir mal wieder anschauen möchte. 

Der Ratgeber ist aufgeteilt in Kapitel über Kreativität, wie sie funktioniert, warum sie wichtig ist für uns und welche Prozesse im Körper in Gang gebracht werden, und in Kapitel über Mentale Gesundheit. Stress, Achtsamkeit, Resilienz. Durch diese Kombination wird "Ein Kopf voller Ideen" zu einem Ratgeber, der gut in die Praxis eingebaut werden kann. Queckenstedt setzt viele Praxistipps und Aufgaben in ihren Text. Manche davon sind mir bereits bekannt, andere sind neu für mich. Die Autorin ist studierte Wirtschaftspsychologin und arbeitet seit Jahren als Business Coach und in der Medien- und Musikindustrie. Diese Erfahrungswerte bringt sie in ihren Text mit ein. Ein Mehrwert, der mir gut gefällt.

Wer noch nichts zu den Themen Kreativität oder Mentale Gesundheit gelesen hat, findet hier einen guten Einstieg. Durch die Kombination beider Bereiche hebt sich Queckenstedts Buch von anderen Ratgebern ab. Bei mir hat sie einige Ideen freigesetzt. Etliche der von ihr angeschnittenen Gedanken möchte ich vertiefen durch eigenes Ausarbeiten oder erlesen der Themen über die sie schreibt. Queckenstedt hat meine Kreativität in Gang gebracht bzw. gut geölt. Ich kann mir gut vorstellen ihr Buch irgendwann mal wieder zu lesen.

"Für ein achtsames Leben ist es aber absolut unentbehrlich, zu verstehen, dass alle Dinge, jedes Ereignis und jeder Prozess Zeit brauchen. Und zwar genau so viel Zeit wie es eben dauert!"


Buchinfo:

273 Seiten
Taschenbuch 9,99 €


Rezensionen: ©2021, Nanni Eppner

24.11.21

Das Lied der Wölfe | Rena Fischer



 

Die junge deutsche Wolfsforscherin Kaya wird von dem schottischen Milliardär Alistair MacKinley angestellt, um auf seinen Ländereien wilde Wölfe anzusiedeln. In dem einsamen Herrenhaus in den Highlands trifft sie auch auf den verschlossenen Nevis, Alistairs attraktiven Sohn, mit Augen wie das Sturmgraublau des schottischen Himmels. Der verwundete Ex-Elitesoldat soll sich von seinen schweren Kriegsverletzungen erholen. Doch er verweigert die Therapie und torpediert das Wolfsprojekt, wo er nur kann. Kaya ist wütend und fasziniert zugleich, ohne das tragische Ausmaß seines Zustands zu ahnen. Eine Zusammenarbeit mit Nevis endet katastrophal. Erst als sich beide ihrer Vergangenheit stellen, können sie ihre Liebe und ihre Zukunft retten.
(Text & Cover: © dtv, Foto: © N. Eppner)

Wolfsforscherin Kaya und Milliardärssohn Nevis, sollen gemeinsam an einem Wolfsprojekt arbeiten, das von Nevis Vater initiiert und finanziell unterstützt wird. Nevis soll als Mittelmann zwischen Kaya und der Bevölkerung in den Highlands dienen, aber eigentlich braucht es erstmal einen Vermittler zwischen Kaya und Nevis, denn die beiden können sich nicht ausstehen. Während einer Zusammenarbeit kommt es zur Katastrophe, die Kaya und Nevis dazu zwingt aufeinander zu zugehen und die Vergangenheit auszupacken. Eine düstere Vergangenheit, die noch lange nicht abgeschlossen werden kann.

Kaya und Nevis sind zwei interessante Figuren mit einer bewegenden Geschichte. Ich möchte nicht allzu viel verraten, aber Nevis leidet unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Sie bestimmt seine Gedanken, seinen Tagesablauf, sein Leben. Für diese psychische Beeinträchtigung gibt es kein Musterverhalten, aber Rena Fischer hat gut recherchiert, um die Auswirkungen auf Nevis Leben so authentisch wie möglich zu schildern. Die Art wie sie die PTBS darstellt ist mir allerdings viel zu statisch und konnte mich gar nicht mitnehmen. 

Das hat mir leider die Freude am Buch, das von einem spannenden roten Faden durchzogen wird und einige überraschende Handlungen bereit hält, ziemlich verhagelt. Dadurch sind die Emotionen, die von der Dramatik der Geschichte definitiv vorgesehen sind. leider nicht so freigelegt worden, wie ich es mir gewünscht hätte.

"Das Lied der Wölfe" ist eine spannende Geschichte über ein wichtiges Thema, die mir jedoch leider zu statisch und konstruiert ist, um mich in der Tiefe zu erreichen.


Buchinfo:

dtv (2021)
512 Seiten
Paperback 14,90 €


Rezensionen: ©2021, Nanni Eppner



22.11.21

[Waldrauschen] Du bist die wichtigste Person in deinem Leben


 

Vor ein paar Tagen postete ich ein Zitat von Romy Winter, in dem es darum geht, dass Resilienz erst als Lebenseinstellung so richtig zur Wirkung kommt und fragte in meinen Instagram Stories, was euch davon abhält, eine resiliente Grundeinstellung zu bekommen oder auszuleben.

Nur sehr wenige gaben an, dass es ihnen an den passenden Werkzeugen fehle, sondern eher an der Zeit. Zeit für sich selbst, weil andere Dinge/Personen wichtiger sind.

Ich kenne das Problem, das gerade uns Eltern ein Begriff ist. Unserer Kinder sind die Menschen, die wir am meisten lieben und für die wir immer und jederzeit da sein wollen. Uns selbst vergessen wir darüber gerne mal. ABER (und jetzt wird's unangenehm) wir können nur bedingt gute Eltern sein, wenn es uns schlecht geht. Kein Kind kann gestresste, müde, kranke Eltern gebrauchen. Natürlich kommen sie mal damit klar, aber wenn es zum Dauerzustand wird, geht es auch an die Substanz und Entwicklung unserer Kinder.

Wer keine Kinder hat, investiert vielleicht viel Zeit und Kraft in eine Arbeit, ein Hobby, eine Beziehung. Auch hier gilt: je mehr du auf dich achtest, desto mehr Energie hast du. Überlege mal wann du effektiver arbeiten kannst? Nach einer Pause oder wenn du schon 4 Stunden abgerissen hast? Wann hast du schönere Momente mit deiner Partnerin/deinem Partner? Wenn du entspannt und ausgeruht bist oder wenn du gestresst und genervt bist?

Die Rechnung "nur wer permanent leistet, bringt Leistung" geht effektiv nicht auf. Weder in Bezug auf dein Kind, noch auf deine Arbeit, noch auf deine Partnerschaft. 

Sorge gut für dich und du kannst auch gut für andere sorgen.

 

19.11.21

[Waldrauschen] Ich bin die, die gestresst ist



Hallo!

Ich bin die, die mit anpackt.

Die, die sagt:"Das machen wir jetzt noch schnell."

Die, die fünf Dinge gleichzeitig erledigt.

Die, die bei Spaziergängen in solch einem Stechschritt losmarschiert, dass kaum wer hinterher kommt.

Die, die morgens um fünf Kuchen für alle backt.

Die, die sagt:"Macht doch mal bisschen zackig. Wir haben doch keine Zeit!"


Dadurch werde ich die, die nachts kaum zur Ruhe.

Die, die sich schlecht konzentrieren kann.

Die, die häufig Kopfschmerzen hat.

Die, die schnell gereizt ist.

Die, die ziemlich verspannte Schultern hat.


Doch jetzt bin ich die, die was dagegen tut. 

Die, die am eigenen Stresserleben arbeitet.

Die, die herunterfährt, um gesund zu bleiben.

Die, die leichter durchs Leben gehen und ihre Zeit genießen möchte.


Und wer bist du?

16.11.21

[Waldrauschen] Innere Einstellung

 



Dieses Zitat von Romy Winter beschäftigt mich schon eine ganz Weile. Ich kenne das Thema aus dem Reitsport. Oftmals kommen Reiter:innen zu uns, erwarten irgendwie ein Zauberhilfsmittel, das ihre Probleme mit dem Pferd löst. Natürlich gibt es Tools, die den Weg erleichtern, aber letztendlich hat es was mit der inneren Haltung zu tun. Gegenüber meinem Pferd. Gegenüber mir.

So ist es auch mit dem resilienten Leben. Mit Stress und Krisenbewältigung. Ich kann mir Werkzeuge zurecht legen, die mich unterstützen. Sie sind sicher der erste Schritt in ein gesünderes Leben, aber letztendlich ist es auch hier meine innere Haltung, die darüber entscheidet, ob ich mich gut um mich kümmer oder nicht.

Lebst du ein Leben, in dem du dich gut um dich kümmerst? Wenn nicht, kennst du die Gründe, die dich davon abhalten? Sind es eher die inneren Glaubenssätze, die dich davon abhalten oder fehlt es dir an den angesprochenen Werkzeugen, die dich dabei unterstützen?

15.11.21

[Lustig ist das Räuberleben] Schönster Urlaubsplatz




Eins meiner Lieblingsfotos aus dem Urlaub ist das der Räubertochter und dem kleinen Eselfohlen.

Wir verbrachten viel Zeit in einem kleinen Tierpark, in dem die meisten Tiere frei herum laufen. Dieser Ort hat uns so sehr entspannt. Die Kinder spielten, kletterten, lernten andere Kinder kennen und streichelten Tiere.

Und mein Mann und ich wechselten zwischen Zeit mit den Kindern, Tiere streicheln und gemütlich gemeinsam Kaffee trinken. Es war einfach nur schön.

Und das kleine Eselfohlen...ich glaube ich muss nicht erklären wie niedlich es war und wie sehr wir es mochten. Leider war unser Auto schon zu voll gepackt, um es mitzunehmen. 




12.11.21

[Waldrauschen] Die schönste Zeit ist Jetzt!




Leute ich hatte so eine großartige Kindheit - das ist kaum zu glauben.

Mein Heimatörtchen gleicht dem Bullerbü aus Astrid Lindgrens Büchern. Beschaulich, nur hier und da Nachbarn, ein Bauernhof mit Tieren, eine große Familie. Besonders die Nähe zur Natur und den Tieren hat mich sehr geprägt. Ich hatte viele Freiheiten, war oft im Wald, konnte meiner Fantasie und meinem Bewegungsdrang dort freien Lauf lassen.

Lange habe ich mich schwer getan, mich von diesem Ort zu trennen. Ich bin mal weggezogen, aber immer wieder zurückgekehrt. Ich habe jedes Haus, jede Straße damit verglichen, aber nichts war so toll wie meine Heimat. 

Natürlich nicht, denn ganz abgesehen davon, dass es wirklich ein wunderschöner Ort ist, verbinde ich mit diesem Ort die Gefühle meiner Kindheit. Behütet, aber auch frei sein, kreativ und fantasievoll zu agieren, Freude und Geborgenheit, verbunden und geerdet sein. 

Irgendwann entschied ich mich dafür mit meinem Mann in dessen Heimatort zu ziehen, der zumindest landschaftlich auch sehr schön ist. Irgendwann zogen auch meine Pferde um und seitdem habe ich nicht mehr so oft die Möglichkeit dort hin zu fahren. Das ist schade, aber ich lerne so langsam mich zu lösen.

Denn es ist nicht mehr der Ort meiner Kindheit. Die Gefühle, die mich daran binden, kann ich nicht wiederherstellen. Die Situation von damals kann ich nicht wieder herstellen. Mit einem Ort verbunden zu sein, kann mich erden, extrem daran festzuhalten und den Zustand von damals wiederherstellen zu wollen, kann mich aber auch blockieren. In meinem Wachstum und darin anderen großartigen Situationen, netten Menschen und schönen Orten Raum zu geben. Ich torpediere die Neugestaltung meines. In der Vergangenheit zu leben schwächt unsere Selbstwirksamkeit und nagt an unserer Zufriedenheit. 

Für mich ist mein Bullerbü immer noch der schönste Ort der Welt, aber die Vergangenheit betrachte ich als das, was sie ist: vergangen. Ich bin dankbar dafür, dass sie so wundervoll gestaltet wurde, aber es ist nun mal tatsächlich so: "Die schönste Zeit ist Jetzt!"