23.09.21

Urlaubsleseliste 2021




Endlich, endlich, endlich fahren wir in den Urlaub. Ich weiß, es gehört nicht zu den essentiell wichtigen Dingen des Lebens und es ist ein Privileg, dass wir überhaupt in den Urlaub fahren können. Aber ich freue mich so sehr auf entspannte Zeit mit meiner Familie und auch Zeit für mich und vor allem freue ich mich darauf an meinen Lieblingsplätzen Kraft zu tanken.

Wie immer ist es mir schwer gefallen eine Bücherliste für den Urlaub zusammenzustellen. Im Gegensatz zu den letzten Urlauben will ich in diesem Jahr mal weniger Bücher also evtl. eine realistischere Anzahl mitnehmen. Wie viele Bücher würdest du in einen 14-tägigen Urlaub mitnehmen?

Auf Instagram startete ich diesbezüglich eine Umfrage und von keins (LEUTE!!!) bis zu 14, war alles dabei. Bisher habe ich ja tatsächlich 1 Buch pro Tag mitgenommen und dann etwa 5-6 gelesen. Deshalb nehme ich in diesem Jahr sechs Romane mit und ein Sachbuch. Plus Reader, der natürlich voll ist. Aber der Gedanke im Urlaub zu sein (in dem es natürlich auch Buchhandlungen gibt..) ohne das passende Buch macht mich kirre. Das geht gar nicht.

Diese Bücher schaffen es in meine Räuberhotzenplotz-Bücher-Reisetasche:

  • "Mein italienischer Vater" | Anika Landsteiner
  • "Das unsichtbare Leben der Addie LaRue" | V.E. Schwab (Ü:Petra Huber, Sara Riffel)
  • "Das Resilienz Buch" | Sam Goldstein, Robert Brooks (Ü: Ulrike Stopfel)
  • "Montags bei Monica" | Clare Pooley (Ü: Stefanie Retterbush)
  • "Wildtriebe" | Ute Mank
  • "Heldinnen werden wir dennoch sein" | Christiane Wünsche
  • "Ich bleibe hier" | Marco Balzano
Auf dem Reader stehen diese Bücher in den Startlöchern:
  • "Commissario Grauner Bd.2 & 3" | Lenz Koppelstätter
  • "Krokodile" | Angie Volk
  • "Wie schön wir waren" | Mbolo Imbue (Ü: Maria Hummitzsch)
  • "Unter Freunden" | Cynthia D'Aprix Sweeney (Ü: Nicolai von Schweder-Schreiner)
Kennst du eins der Bücher? Hast es schon gelesen oder in deinem Regal?




22.09.21

[Räuberkinder] Kindergartenkind





Das kleine Räubermädchen ist jetzt auch ein Kindergartenkind. In den letzten Wochen hat sie dieser Veränderung sehr entgegen gefiebert. Und ich irgendwie auch, obwohl ich mit Schrecken betrachte, wie groß sie nun schon ist.

Die Schwangerschaft mit dem Räubermädchen war sehr mühsam. Durch eine Symphysenlockerung konnte ich mich nur unter Schmerzen bewegen, schaffte meine Erledigungen im Haushalt kaum und auch die Versorgung der Räubertochter war geprägt von den Schwierigkeiten der körperlichen Einschränkung. Dann war unser sehr gewünschtes Wunschkind endlich da, aber einfacher wurde es nicht.

Das Räubermädchen wollte alle zwei Stunden gestillt werden, hatte einen hohen Bedarf an Körpernähe und ließ sich im ersten Lebensjahr maximal noch von Papa und Patentante auf den Arm nehmen. Mit dem Beginn des zweiten Lebensjahrs entdeckte sie dann mehr und mehr ihre Liebe zu Pferden. Wir verbrachten dort viel Zeit, das Selbstbewusstsein unserer Tochter wurde stärker und stärker, sie ging einige sichere Bindungen ein. Zu Menschen, aber auch zu unserem Vierbeiner. Nach wie vor hat sie ein hohes Bedürfnis an Körpernähe und Zuwendung durch uns (Eltern&Schwester).

Nun also der erste Tag im Kindergarten. Durch die große Schwester waren ihr schon einige Abläufe bekannt, andere besprachen wir im Vorfeld und am Kennenlerntag mit der Erzieherin. Der Kennenlerntag verlief leider nur suboptimal, weil sie auf dem Weg zur Gruppe fiel und sich verletzte. Die Erzieherinnen nahmen sich an diesem, wie auch den weiteren Tagen viel Zeit, hatten immer die Bedürfnisse des Räubermädchens im Blick und versuchten so gut es geht darauf einzugehen und diese in den Alltag zu integrieren und die Regeln des Kindergartens geduldig darum herum zu bauen.

Es gab bisher noch keinen Tag der Tränen. Unsicherheiten werden sofort von den Erzieherinnen aufgegriffen. Es gibt kein das Muss jetzt aber klappen. Unserem Kind wird die Zeit gelassen, die es braucht. Das führt zu einer weiteren sicheren Bindung. Diese sicheren Bindungen (Familie, Freunde, KiGa) sind Grundlage dafür, dass sie sich vom ersten Tag an wohl fühlt und gerne den Kindergarten besucht.

Ist es für dich interessant zu erfahren wie du den für die Bedürfnisse deines Kindes geeigneten Kindergarten findest? Welche Kriterien ein Maßstab sein könnten? Und welche Möglichkeiten du hast?


21.09.21

[Waldrauschen] Die sieben Schlüssel der Resilienz




Resilienz ist die innere Widerstandskraft, die wir alle mit uns tragen. Unser Rucksack an guten Hilfsmitteln, die dazu beitragen, dass wir Krisen besser überstehen und gestärkt, statt geschwächt daraus hervorgehen. 

Einige Resilienzfaktoren bringen wir mit durch unser Elternhaus / Umfeld, durch bereits gemeisterte Krisen, durch Ressourcen aus dem Alltag, durch Temperamentseigenschaften, durch Wertschätzung etc. Ich finde es wichtig zu wissen, dass wir uns nicht auf diese vererbten oder als Kinder mitgenommenen Faktoren verlassen müssen, sondern die Möglichkeit habe unsere eigene mentale Stärke und innere Widerstandskraft jederzeit zu trainieren.


Aus der Resilienzforschung entwickelte Prof. Dr. Jutta Heller die sogenannten sieben Schlüssel der Resilienz. Einige von ihnen sind variabel in der Bezeichnung, im Kern bedeuten sie aber immer dasselbe.


Ich arbeite mit den sieben Schlüsseln unter diesen Begriffen:


  1. Verantwortung

  2. Optimismus

  3. Lösungsorientiert

  4. Akzeptanz

  5. Netzwerk / Beziehung gestalten

  6. Selbstwirksamkeit

  7. Zukunftsplanung


Hast du dich schon mal mit den sieben Schlüsseln der Resilienz beschäftigt? Weißt du welcher dieser Schlüssel zu deinen Stärken gehört und bei dir schon gut trainiert ist?


In den nächsten Wochen werde ich euch die 7 Schlüssel der Resilienz hier und auf meinem Instagram Account näher vorstellen.


20.09.21

Uns haut so schnell nichts um. 8 Schlüssel der Resilienz für dein Kind und dich | Leandra Vogt



 

Das Leben steckt voller Überraschungen. Manchmal geraten wir in Situationen oder sogar in eine länger dauernde Pandemie, die wir nicht freiwillig für unseren Alltag oder den unserer Kinder ausgesucht hätten. Wie stärken wir Eltern unser Kind für Krisen und Herausforderungen? Wie kräftigen wir sein Selbstbewusstsein und seine Selbstliebe, wenn es in der Kita oder Schule Ausgrenzung erlebt? Was können wir für uns selbst tun, wenn uns manchmal die Kraft, Zuversicht und das Vertrauen fehlen?
(Text & Cover: © Beltz, Foto: © N. Eppner)


Schon kurz nach dem Einzug in mein Bücherregal, habe ich "Uns haut so schnell nichts um" zweimal gelesen. Leandra Vogt bietet mir so viel Input und das sogar auf mehreren Ebenen.

Als Mutter zweier Töchter habe ich ein großes Interesse meinen Kindern möglichst viel Kraft und Stärke mit auf den Weg zu geben. Krisen und negative Erlebnisse sind Teil des Lebens und wir können uns und unsere Kinder nicht davor schützen. Was wir tun können: ihnen einen guten Rucksack voll Kraft, Fähigkeiten und Hilfsmitteln packen. Zusammengefasst ist dieser Rucksack das, was Resilienz macht.

Als Resilienztrainerin und Pädagogin verfüge ich schon über einiges Basiswissen im Bereich Resilienz. "Uns haut so schnell nichts um" empfinde ich als Bereicherung, als Ergänzung und Vertiefung zu meiner Arbeit, aber besonders als sehr gutes Hilfsmittel für mein Mutterleben.

Leandra Vogt bietet eine gute Einführung in das Thema, die auch für diejenigen verständlich ist, die noch nie was von Resilienz gehört oder sich näher damit beschäftigt haben. Sie erläutert die 7 Schlüssel der Resilienz, sowie einen weiteren, den sie durch ihre Erfahrung, ihre Arbeit mit Familien für wichtig erachtet. Alle Schlüssel der Resilienz werden ausgiebig und gut verständlich erläutert.

Mit einer ganz besonderen Leichtigkeit geht Leandra Vogt in die Tiefe der eigenen Erfahrungen, der eigenen Kindheit, ihrer Leserschaft. Welche sozialen Gefüge, welche Glaubenssätze, welche Erziehungsmethoden prägen unsere Elternschaft? Welche können wir gut weiterführen und welche besser überdenken, um unsere Kinder in eine resiliente Kindheit zu begleiten?

Resilienz ist trainierbar. Jeder Zeit. Von uns allen. Das zeigt Leandra Vogt im Praxisteil ihres Buches. Ausführlich und gut umsetzbar, ideenreich und so zugeschnitten, das Eltern und Kinder erreicht werden, gibt sie Tipps, um von Zuhause aus eine stärkere Resilienz zu erarbeiten.

Super gerne mag ich das Layout des Buches. Die Kapitel kommen in aktuellem und einladendem Look daher, freundlich und sympathisch. Hier wurde gut gearbeitet, um das Gesamtkonzept aus Inhalt und Optik auf einen Nenner zu bringen, der auf den ersten Blick die Verbundenheit vermittelt, mit der Vogt mich auch inhaltlich anspricht.

Ich konnte nicht nur als Mutter ganz viel aus Vogts Texten und Anleitungen mitnehmen, sondern auch als Resilienztrainierin. Einige Dinge konnte ich aus einem anderen Blickwinkel betrachten und bekomme gute Methoden für meine Arbeit mit an die Hand. Ich fühle mich von Leandra Vogt gestärkt und sicher begleitet. In meiner Arbeit, in meinem Mutter sein und in meinem eigenen Ich.



Buchinfo: 

Beltz (2021) 
272 Seiten 
Taschenbuch 20,00 € 


Rezensionen: © 2021, Nanni Eppner

16.09.21

Backlist lesen | September 2021



Während der #dickebüchercamp Monate hat das Backlist lesen etwas pausiert. Wenn ich es genau nehme, nicht ganz, denn mit "Ich bin Circe" hat es in diesem Jahr ein Backlist Titel in meinen Camp Koffer geschafft. 

In diesem Jahr möchte ich mir keinen Lesestress machen, sondern ganz entspannt gute Bücher entdecken. 

Für den September habe ich mein Regal dann wieder durchforstet und ältere Titel dort rausgenommen, um den Fokus nicht nur auf Neuerscheinungen zu setzen.




"Wie man die Zeit anhält" | Matt Haig

Im Regal, weil...

...ich alle Bücher von Matt Haig lese.

Handelt von...

...einem Geschichtsprofessor, der schon 400 Jahre alt und sehr einsam ist. Doch dann kommt Camille.

Möchte ich lesen, weil...

...ich immer wieder begeistert bin von der Perspektive Haigs auf das Zusammenleben der Mensch und weil "Wie man die Zeit anhält" sicher auch eine sehr rührende Geschichte sein wird.




"Die Pferde von Eldenau. Donnernde Hufe" | Theresa Czerny

 Im Regal, weil...

... es der dritte Band der "Die Pferde von Eldenau"-Reihe ist.

Handelt von...

...Frida und Jannis, die gemeinsam Schwierigkeiten meistern. Dabei handelt es sich meist um Pferdethemen, aber nicht nur.

Möchte ich lesen, weil...

...ich die ersten beiden Bände bereits mit großer Freude verschlungen habe. Theresa Czerny schreibt gute Geschichten und Frida und Jannis sind mir bereits sehr ans Herz gewachsen.




"Die goldene Stadt" | Sabrina Janesch

 Im Regal, weil...

...Sabrina Janesch eine großartige Autorin ist.

Handelt von...

...einem Abenteuer im Spanisch-Amerikanischen Krieg.

Möchte ich lesen, weil...

...mich Sabrina Janesch bereits mehrfach begeistern konnte und ich sehr gespannt bin, wie sie solch eine Abenteuer Geschichte umsetzt. Außerdem interessiere ich mich für die historischen Themen, die darin verarbeitet werden.




Kennst du eins der Bücher? Hast es gelesen oder im Regal stehen?

15.09.21

[Waldrauschen] Kennst du deine inneren Antreiber?





Hast du dich schon mal mit deiner eigenen Sozialisierung beschäftigt? Mit den Glaubenssätzen, die dich begleiten, weil du sie von Menschen aus deiner Umgebung, Menschen, die dir nahe stehen, übernommen hast? Innere Antreiber genannt, weil sie so fest in dir verankert sind, dass sie dein Denken und Handeln bestimmen?

Bei mir kreisen die Gedanken in letzter Zeit sehr viel um dieses Thema. Ausschlaggebend dafür waren drei Punkte:

  • ein Konflikt, der mich mehr beschäftigte, als er eigentlich sollte und ich mich fragte, warum das so ist.

  • der Fantasyroman “Anarchie Deco” von Judith und Christian Vogt, der das Schubladendenken betont

  • die Arbeit mit “Der Weg des Künstlers” von Julia Cameron und


Warum haben mich ausgerechnet diese Situationen angestoßen?


Bei dem Konflikt, handelte es sich um einen Konflikt mit einer Person, die mir eigentlich nicht nahe steht und auch meinen Alltag in keinster Weise beeinflusst. Also kann es mir ja egal sein, ob er besteht oder nicht. Aber irgendwas an der Situation hat mich sehr eingenommen, sehr festgehalten und durcheinander gewirbelt und ich habe mich gefragt, warum das so ist. Ich möchte mich damit auseinander setzen, um es be- und verarbeiten zu können. Um aus der Situation herauszukommen. Damit übernehme ich Verantwortung und komme wieder in ein selbstbestimmtes Handeln hinein. Den Grund dafür habe ich (glaube ich) tatsächlich gefunden und er rührt von einem sehr fest verankerten Glaubenssatz. Ja, wenn nicht sogar aus einem ganzen Strauß an Glaubenssätzen.


Judith und Christian sprechen im Roman, der in den 20ern des letzten Jahrhunderts spielt, soziale Ungleichheiten an, feministische und rassistische Themen, rütteln am Weltbild der Menschen dieser Zeit. Es wird sehr viel in Schubladen gedacht. Ich erwische mich selbst, dass ich sehr häufig zuerst in Schubladen denke. Ich glaube nicht, dass ich im Prinzip intolerant gegenüber den Menschen bin, die ich da einsortiere, aber diese allerersten Gedanken, die ich hege, die sind irgendwann mal tief in mir verankert worden.


Julie Cameron möchte, dass ich mich mit den Glaubenssätzen der Vergangenheit auseinandersetze, um herauszufinden, wer oder was mich in meiner kreativen Arbeit blockiert, was mich innerlich antreibt. Das ist ein längerer, aber auch sehr spannender Prozess, an dem ich bereits sehr gewachsen bin.


Die für mich wichtigste Erkenntnis ist, dass ich niemandem die Schuld geben muss für diese Glaubenssätze. Weil ich die Menschen, die mich in der Vergangenheit beeinflusst haben, zum größten Teil liebe und wertschätze, war es für mich immer ein Problem diese Anker, die sie bei mir gesetzt haben, bei ihnen zu suchen. Ich wollte ihnen nicht die Schuld in die Schuhe schieben, ihnen nicht die Verantwortung dafür überlassen. Die Verantwortung jedoch liegt bei mir, denn ich habe diese Glaubenssätze zwar nicht bei mir eingepflanzt, aber ich bin diejenige, die sie wieder entfernen kann. 


Kennst du die Glaubenssätze, die bei dir verwurzelt wurden?





Falls du mehr über (deine) innere Antreiber erfahren willst, schreib mich gerne an. nanni.eppner@gmx.de


13.09.21

Victor Flec 01. Jagd durch die Stadt der Geister | Angela Kirchner



 

Geister, Gangster und ganz viel Humor: Ein spannendes Abenteuer in einer originellen Geisterwelt mit zwei unvergesslichen jungen Helden. Ab 10 Jahren.
Victor Flec hat Glück: Er lebt in einer der wenigen Städte, die ein echtes Ghostend, also ein Geisterviertel, besitzen! Und seine Freundin Ciel Moon ist sogar unter den Geistern aufgewachsen. Mit den Spukgestalten aus Filmen haben die zwar nichts zu tun, aber Victor findet sie irre aufregend. Zu aufregend vielleicht? Denn leider kommt er ausgerechnet dem berüchtigten Gangster-Geist Lex Cordicio in die Quere und muss nun einen mysteriösen Auftrag für ihn erledigen. Bald wird klar: Nicht nur Vic ist in Gefahr, sondern die ganze Welt …
(Text & Cover: © Fischerverlage; Foto: © N. Eppner)

Es war so eine Freude "Victor Flec. Jagd durch die Stadt der Geister" zu lesen und ich wünsche mir sehr, dass es von ganz, ganz vielen kleinen und großen Leserinnen und Lesern gelesen wird.

Victor Flec ist ein sehr tolpatschiger Junge. So sehr, dass er von seinen Eltern einen Schutzanzug bekommen hat, um sich nicht ständig zu verletzen. Seine Anzahl an Freunden ist überschaubar. Seit einiger Zeit trifft er sich mit Ciel, die eine ziemlich berühmte Großmutter hat und ne richtg coole Socke ist. Ciel ist unter Geistern aufgewachsen. In Ghostend, einem echten Geisterviertel, in dem Victor seit kurzem einen Nebenjob bei einem Antiquitätenhändler-Geist hat. Als er auf dem Weg zur Arbeit über Lex Cordicio stolpert, gerät sein Leben ganz schön durcheinander...

Das coolste am Roman (der eigentlich durchweg so richtig, richtig cool ist) sind seine Figuren. Angefangen bei Victor, der so liebenswert tolpatschig und sehr klug ist, über eine Hexengehilfin und einen Gangstersohn, bis hin zu Ciel Moon, die so großartig ist in ihrer frechen und mutigen Art (sie hat ein bisschen was von Pippi und Ronja und ist dabei so individuell, dass sie einfach nur ein mega Idolcharakter für alle Leserinnen ist). 

Sowohl bei den Charakteren, als auch der Handlung lässt Angela Kirchner ihrer Fantasie ihren Lauf. Die kennt scheinbar keine Grenzen. Ist ideenreich und bunt.

Von der Sprache bin ich sehr angetan. Ich lese gerne Kinderbücher, bin aber häufig gelangweilt, weil die Schreibe so banal ist. Angela fordert ihre Zielgruppe und kann damit auch sehr gut erwachsene Leser:innen erreichen. Nichts ist vorhersehbar und kurz vorm Ende gibt es nochmal...ach, am besten liest du das selbst.

Ganz große Leseempfehlung für Victor Flec, das mich mit wunderbaren, kreativen Ideen, Spannungen, einer richtig guten Schreibe und so liebenswerten Charakteren absolut begeistern konnte. Zum Glück ist der zweite Band schon in der Mache.


Buchinfo:

336 Seiten
Hardcover 15,00 €


Rezensionen: © 2021, Nanni Eppner