Posts mit dem Label Räuberkinder werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Räuberkinder werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

22.09.21

[Räuberkinder] Kindergartenkind





Das kleine Räubermädchen ist jetzt auch ein Kindergartenkind. In den letzten Wochen hat sie dieser Veränderung sehr entgegen gefiebert. Und ich irgendwie auch, obwohl ich mit Schrecken betrachte, wie groß sie nun schon ist.

Die Schwangerschaft mit dem Räubermädchen war sehr mühsam. Durch eine Symphysenlockerung konnte ich mich nur unter Schmerzen bewegen, schaffte meine Erledigungen im Haushalt kaum und auch die Versorgung der Räubertochter war geprägt von den Schwierigkeiten der körperlichen Einschränkung. Dann war unser sehr gewünschtes Wunschkind endlich da, aber einfacher wurde es nicht.

Das Räubermädchen wollte alle zwei Stunden gestillt werden, hatte einen hohen Bedarf an Körpernähe und ließ sich im ersten Lebensjahr maximal noch von Papa und Patentante auf den Arm nehmen. Mit dem Beginn des zweiten Lebensjahrs entdeckte sie dann mehr und mehr ihre Liebe zu Pferden. Wir verbrachten dort viel Zeit, das Selbstbewusstsein unserer Tochter wurde stärker und stärker, sie ging einige sichere Bindungen ein. Zu Menschen, aber auch zu unserem Vierbeiner. Nach wie vor hat sie ein hohes Bedürfnis an Körpernähe und Zuwendung durch uns (Eltern&Schwester).

Nun also der erste Tag im Kindergarten. Durch die große Schwester waren ihr schon einige Abläufe bekannt, andere besprachen wir im Vorfeld und am Kennenlerntag mit der Erzieherin. Der Kennenlerntag verlief leider nur suboptimal, weil sie auf dem Weg zur Gruppe fiel und sich verletzte. Die Erzieherinnen nahmen sich an diesem, wie auch den weiteren Tagen viel Zeit, hatten immer die Bedürfnisse des Räubermädchens im Blick und versuchten so gut es geht darauf einzugehen und diese in den Alltag zu integrieren und die Regeln des Kindergartens geduldig darum herum zu bauen.

Es gab bisher noch keinen Tag der Tränen. Unsicherheiten werden sofort von den Erzieherinnen aufgegriffen. Es gibt kein das Muss jetzt aber klappen. Unserem Kind wird die Zeit gelassen, die es braucht. Das führt zu einer weiteren sicheren Bindung. Diese sicheren Bindungen (Familie, Freunde, KiGa) sind Grundlage dafür, dass sie sich vom ersten Tag an wohl fühlt und gerne den Kindergarten besucht.

Ist es für dich interessant zu erfahren wie du den für die Bedürfnisse deines Kindes geeigneten Kindergarten findest? Welche Kriterien ein Maßstab sein könnten? Und welche Möglichkeiten du hast?


01.09.21

[Räuberkinder] Mach doch einfach mal was ich sage...





Wie praktisch wäre es, wenn die Kinder einfach mal ruhig sitzen bleiben würden, wenn es mal wieder länger dauert.

Wenn sie alles aufessen würden, was sie heute nicht wollen.

Wenn sie nach einem anstrengenden Tag nicht rummeckern würden.

Wenn sie übermüdet einfach einschlafen und morgens das anziehen würden was wir Eltern aussuchen.

Wenn sie meinen Essensgeschmack übernehmen und einfach das essen würden, was auf den Tisch kommt.

Wenn sie nicht rummeckern würden, wenn die Freundin doch nicht zu Besuch kommen kann, weil wir einkaufen gehen.

Wenn sie einfach aufhören würden zu weinen, wenn ich das sage.

Wenn sie sich auf neue Abläufe einfach so einlassen würden, ohne sie zu hinterfragen.


Ich hoffe all diese Anforderungen, die wir oft an unsere Kinder haben, stellt niemand an mich. Ich könnte sie nicht erfüllen.

03.08.21

[Räuberkinder] Stärke und Mut






Ich kann meine Kinder nicht vor jedem Schmerz, jeder Überwindung, jedem Konflikt beschützen. Ich kann ihnen aber helfen ausreichend Stärke zu erlangen, um trotz aller Hindernisse und Verletzungen bei sich selbst zu bleiben und nach vorne zu schauen. Nach dem Fall wieder aufzustehen, den Mut nicht zu verlieren und sich selbst auf Augenhöhe zu begegnen. 

23.10.20

[Räuberkinder] Was sucht Lieselotte? Das große Such- und Finde- Wimmelbuch | Alexander Steffensmeier



Meine große Tochter ist gerne Fan von etwas. Gemeinsam sind wir Fan von Lieselotte. Schon lange. Seit wir die schwarz-weiße Kuh entdeckt haben, stürzen wir uns in ihre Geschichten. Gehen mit ihr baden, tanzen zum Apfelkuchenlied und lernen die Uhr. Klar, dass auch das große Such- und Finde-Wimmelbuch bei uns einziehen musste. Kaum etwas macht den Kindern beim abendlichen Vorlesen mehr Freude, als aktiv daran teilzunehmen. Durch Wimmelbücher schulen Kinder nicht nur Auge und Konzentration, sondern lernen auch Alltagsgegenstände bzw. Tiere, Fahrzeuge whatever, zu benennen. Lern- und Spaßfaktor sind hier etwa gleich stark.



Wer Lieselotte noch nicht kennt, sollte wissen, dass bei ihr Zuhause auf dem Bauernhof immer viel los ist. Schweine, Pony und die verrückten Hühner, sowie Lieselottes Job als Postkuh, sorgen dafür, dass es bei ihr Zuhause immer turbulent hergeht. Kein Wunder, dass auch ihre Suchbilder trubelig und bunt sind. Vollgepackt mit vielen Sachen.



Durch die Fülle an Gegenständen auf dem Bild, ist das Suchen bzw. Finden der dargestellten Suchobjekte nicht ganz einfach. Gehobenes Findeniveau würde ich sagen und damit perfekt für die große Tochter, die ja bereits 4+ alt ist. Für das kleine Räubermädchen ist es manchmal noch etwas schwierig den ein oder anderen Gegenstand zu finden, aber deshalb haben wir beim Suchen nicht weniger Spaß. 




Für mich als Vorlesemama ist das sogar eher schön, denn es gibt immer mal wieder ein neues Detail zu entdecken und auch nach dem gefühlt drölfzigsten Durchsehen des Buches müssen wir immer noch genau schauen, was wo ist und kennen nicht jedes Bild auswendig. Das liegt auch am tollen Illustrationsstil von Alexander Steffensmeier, der noch recht realistisch ist (vereinfacht das Erkennen der Gegenstände), aber trotzdem wunderbar nach Zeichnungen, Fantasie und Spaß aussieht.

Neben allen anderen Lieselotte Büchern, können wir auch "Was sucht Lieselotte?" von Herzen empfehlen.


Buchinfo:
ab 24 Monate
Gebundene Ausgabe (Pappbilderbuch) 
10,00 €

06.05.20

[Räuberkinder] Heute bin ich anders | Katja Reider & Günther Jakobs




Anders sein, sich von der breiten Masse abheben, nicht zu den Normalos zu gehören. Ich weiß noch wie sehr ich dieses Ziel während meiner Pubertät anstrebte. 

Für manche ist anders sein eher negativ behaftet. Kann es manchmal zur Qual werden anders auszusehen, andere Interessen zu vertreten oder andere Kleidung zu tragen.

Versucht jemand, mir eine Meinung aufzudrängen, mich dazu zu bewegen dessen Meinung anzunehmen, dann schwimme ich erstmal gegen den Strom und versuche mir ein eigenes Bild zu verschaffen. Manchmal entdecke ich dass die Meinung für mich passt, aber manchmal möchte ich anders denken.

Anders zu sein, anders zu denken, bringt etwas in Gang. Auch wenn es in unserer Gesellschaft manchmal schwierig ist, anders zu denken, ist es sehr wichtig, um bestehende Strukturen ins Rollen zu bringen. Um neue Erkenntnisse zu gewinnen, neue Ideen umzusetzen. Was wäre die Welt, wenn Einstein oder Newton nicht anders gedacht hätten, als ihre Mitmenschen?




Katja Reider, Autorin der beliebten Figuren "Rosalie und Trüffel" macht anders sein greifbar. Wie ist es anders zu sein, was macht das mit mir, warum ist es nicht schlimm anders zu sein, warum ist es manchmal sogar sehr wichtig anders zu sein. 

Sie ermutigt dazu anders zu sein und anders sein zu akzeptieren. Zeigt das anders sein, manchmal gar nicht so anders ist, wie wir denken. Und das anders sein kein Grund ist andere auszuschließen. Sie schreibt für Tolerant und den Mut Individualität auszuleben. Ein wichtiger Prozess in der Entwicklung des Kindes. Individualität und damit verbundene Autonomie ist das, was wir uns für unser Erwachsenenleben wünschen, dessen Grundstein aber, wie so viele, in der Kindheit gelegt wird.

Katja Reider hat dieses Thema auf wunderbar warmherzige und witzige Art aufgegriffen und in Reimform niedergeschrieben. Damit schafft sie einen guten Zugang zu den Kindern und ich gestehe, dass ich in Reimform geschriebene Texte auch einfach immer gerne vorlese.

Illustrator des Pappbilderbuchs ist Günther Jakobs ein vielfach vertretener Künstler in unserem Kinderbuchregal und Garant für peppige und kinderfreundliche Illustrationen.




Buchinfo:

FISCHER Sauerländer (2020)
20 Seiten
Pappebuch
ab 2 Jahren


Rezensionen: © 2020, Nanni Eppner

27.03.20

[Räuberkinder] Handmade Regal für unsere Lieblingstonies




Zum Weihnachtsfest habe ich mich endlich dazu überwunden eine Toniebox zu bestellen. Bis dato war ich etwas skeptisch, da die Tonies im Verhältnis recht teuer sind zu dem, was sie an Abspielzeit bieten.

Nun muss ich zugeben, dass es sich trotzdem lohnt in die Box und die detailliert gestalteten Figuren zu investieren. Bei uns dudelt das Ding den ganzen Tag. Es ist Spritzwasserfest, kann auch mal runterfallen ohne Schaden zu nehmen und ist auch vom kleinen Räubermädchen ganz einfach zu bedienen. 



Die Figuren sind so robust wie die Box selbst. Sie können bespielt und vollgesabbert werden (iiiieh), überleben eine Nacht draußen oder einen Nachmittag im Sandkasten.

Um diese Figuren schön unterzubringen, gibt es verschiedenste Angebote an Tonieregalen. Durch den Magnet im Fuß, ist es praktisch, wenn im Regalboden ein Gegenstück ist. So bleiben die Figuren sicher stehen.



Als der Mann neulich ein schönes Holzregal im Netz entdeckte, beschloss er, es nachzubauen.
Im Grunde ganz simpel. Es wurden drei Holzbretter in Form geschnitten, abgehobelt (abgeschmirgelt), um weicher zu sein und Splitter zu vermeiden. Ein gut getrockneter (!!!) Birkenstamm in die entsprechenden Stücke geschnitten, alles miteinander verschraubt und von der Räubertochter mit kleinen Metallplättchen beklebt.

Unsere Lieblinge sind übrigens:
Räubertochter: Der Räuber Hotzenplotz und Kikaninchen
Räubermädchen: Tilda Apfelkern und Kindergartenlieder
Ich: Bambi (allein diese Musik...hach) und Lieselotte




Nutzt ihr die Toniebox? Welche Tonies sind eure Lieblinge? Wie werden sie aufbewahrt?

25.03.20

[Räuberkinder] Wie man sich mit einem Gespenst anfreundet | Rebecca Green




Keine Bange vor Gespenstern! Man kann mit ihnen Freundschaft schließen. Davon erzählt Rebecca Green in ihrer liebevoll geschriebenen und illustrierten Geschichte für kleine Angsthasen und mutige Weltenerkunder:
Was machst du, wenn dir ein Gespenst begegnet?
1) Du servierst ihm ein paar seiner Lieblingssnacks wie Matschtörtchen und Ohrenschmalztrüffel.
2) Du erzählst ihm Gutenachtgeschichten (Gespenster lieben es, wenn man ihnen vorliest!).
3) Du sorgst dafür, dass keiner es mit Schlagsahne oder einem Marshmallow verwechselt, wenn du mal nicht guckst.
So gewinnst du einen Freund, der dir in diesem (und im nächsten) Leben liebevoll zur Seite steht.
(Text & Cover: © Diogenes; Fotos: © N. Eppner)


Hast du schon eine beste Freundin oder einen besten Freund? Nicht? Wie wäre es mit einem Gespenst? Gespenster sind treu, mögen Bücher und schlafen gerne im Kühlschrank. 

Rebecca Green hat ein zauberhaftes Kinderbuch (Erwachsenenbilderbuch) entworfen, das auf witzige und rührende Art davon berichtet, wie das Leben mit einer Freundin oder einem Freund aussehen kann. Wie es ist eine Freundin oder einen Freund zu finden, und diese Freundschaft zu pflegen.





Stellvertretend für alle Freundinnen und Freunde da draußen steht das kleine Gespenst. Damit schafft Green eine Brücke zu einem Thema, das manchen Kindern Angst macht. Wer sich seinen Ängsten stellt, kann Glück haben und etwas Positives zurückbekommen. 

Eine Freundschaft ist ein Abenteuer. Gemeinsam Furcht und Problemen entgegenzublicken, gehört ebenso dazu wie verrückte Dinge zu erleben. Mit Freunden ist alles halb so schlimm und macht doppelt so viel Spaß. 





Rebecca Green ist sowohl für Text, als auch Illustrationen zuständig und hat so einen kleinen humorvollen und liebenswerten Schatz geschaffen, der für Kinder ab 4 Jahre leicht zu verstehen ist und von mir gerne vorgelesen wird, weil es immer wieder etwas Neues zu entdecken gibt und ich gemeinsam mit meiner Tochter über die verrückte Freundschaft zwischen Mensch und Gespenst schmunzeln kann. Von der Idee die Gespenstergerichte nachzukochen konnte ich sie glücklicherweise abbringen.


Buchinfo:

Diogenes (2019)
40 Seiten
Hardcover 18,00 €
ab 4 Jahre


Rezensionen: © 2020, Nanni Eppner

20.03.20

[Räuberkinder] Wie kleine Tiere groß werden: Das kleine Rotkehlchen | Sandra Grimm & Agnese Baruzzi




Es ist Frühling. Die Rotkehlchen bauen ein Nest. Sie legen Eier, bekommen Junge, müssen diese versorgen und beschützen. Bald schon sind die kleinen Vogelküken groß. Lernen fliegen und zwitschern vergnügt im Sonnenschein.

Ein für uns Erwachsene altbekannter und scheinbar simpler Vorgang der Tierwelt, für die Kleinen aber ein spannender Ausschnitt aus dem Leben der hübschen kleinen Vögel.




Die Texte sind einfach, klar und gut zu verstehen. Sie sind aufs wesentliche beschränkt und trotzdem eingängig. Da sie die abgebildete Szene beschreiben, sind sie leicht zu merken und können von größeren Kindern nach kurzer Zeit auswendig mitgesprochen werden.

Das Highlight dieser Reihe ist die Gestaltung. 

Auch die Illustrationen bedienen sich klarer Linien, wenig Schnörkel und einer natürlichen Farbgebung einer nicht zu breiten Farbpalette. Kleine Ausschnitte in den Seiten machen neugierig, lassen erahnen, was auf der nächsten Seite beschrieben werden könnte, bieten die Möglichkeit Formen zu erfühlen. 





Meine Kinder mögen sowohl die taktilen Möglichkeiten, die das feine Büchlein bietet, als auch den Inhalt. Gerne verfolgen sie wie Vater Rotkehlchen die großen Vögel verjagt, um seine Kinder zu beschützen. Noch lieber schauen sie wie die Würmer aus der Erde gezogen werden.

Eine rundum gelungene Reihe, von der wir gerne noch mehr Bücher in unserem Regal haben möchten. Informativ und hübsch zugleich.


Buchinfo:

ab 2 Jahre
24 Seiten
Pappbilderbuch 12,99 €

Reiheninfo:

(Stand März 2020)
Die kleine Raupe
Der kleine Hase
Der kleine Frosch


Rezensionen und Fotos: © 2020, Nanni Eppner