04.08.20

[Monatsrückblick] Juli 2020





Der erste Monatsrückblick, der nicht mehr unter Fantasie und Träumerei, sondern Nannis Räuberleben online geht. Ich fühle mich so wohl mit dem nicht mehr ganz neuen Namen, den ich auf Instagram schon seit letztem Sommer benutze, und vor allem mit meinem neuen Logo, dass so hübsch und absolut Nanni ist. 

Am Seitenlayout, Linklisten, Labels usw. muss ich noch ein bisschen arbeiten. Hier fehlt noch ein wenig Feinschliff, aber dazu werde ich erst in der nächsten Zeit kommen.





Im Juli haben wir sehr, sehr viel Zeit im Stall verbracht. Ich habe meine Reitschülerinnen auf Reitabzeichenprüfungen vorbereitet und selbst ziemlich viel trainiert, was sich zu meiner Freude, bemerkbar macht. Sowohl meine, als auch Peppers Körperspannung, Ausdauer und Feinfühligkeit haben sich verbessert.




Die Räubertochter durfte im Juli endlich wieder in den Kindergarten. Große Freude.
Der Wiedereinstieg wurde von den Erzieherinnen und Erziehern liebevoll gestaltet. Trotz aller Sonderregelungen, die nach wie vor bestehen, fühlen sich die Kinder sichtlich wohl.




Hier auf dem Land merken wir die Corona Einschränkungen gar nicht so stark. Wir verbringen viel Zeit an der frischen Luft, gehen sonntags wandern, reiten oder Fahrrad fahren. Das war schon vor dem Lockdown so. Indoor Angebote nahmen wir wenig wahr. Im Juli mussten wir mit dem kleinen Räubermädchen in die Kinderklinik (nichts dramatisches, wie sich später herausstellte). Dort wurde mir nochmal so richtig bewusst, wie sehr Corona teil des Alltags ist und wie gut wir es auf dem Land haben. 

Ich habe im Juli recht fleißig gelesen, aber kaum Zeit gefunden Rezensionen zu schreiben. Hier stapeln sich mindestens 10 Bücher, die unbesprochen sind. Ich hoffe sehr, dass ich das in der kommenden Woche endlich mal nachholen kann. 

Chaos SuB



JULI:

39) "Die Spiegelreisende. Die Verschwundene vom Mondscheinpalast" | Christelle Dabos | Suhrkamp
40) "Ein anderes Brooklyn" | Jaqueline Woodson | Piper
41) "Daisy Jones & The Six" | Tara Jenkins Reid | Ullstein
42) "Glück & los. Lina und die Sache mit den Wünschen | S. Fischer
43) "Das Schwert der Totengöttin" | Katharina V. Haderer | Knaur Fantasy
44) "Swing Time" | Zadie Smith | KiWi




Alle im Juli gelesenen Bücher waren richtig gut. Jedes auf seine Art.

"Die Spiegelreisende. Die Verschwundene vom Mondscheinpalast"  von Christelle Dabos (Übersetzung: Amelie Thoma) war mein erster Ausflug ins #dickebüchercamp.
10 Tage lang war ich auf der Arche Pol unterwegs. Eine spannende Zeit, in der meine Reisebegleitung Ophelia zur Vize-Erzählerin gekürt wurde und Drohbriefe kam. Dass ihre chaotische Verwandtschaft anrückte, nahm dem Aufenthalt dort keinerlei Turbulenzen. Der zweite Teil der "Die Spiegelreisende"- Reihe ist super. Eine perfekte Fortsetzung. Es macht so viel Freude in diese Welt einzutauchen und richtig fesselnd ist die Story auch. Am besten gefallen mir die, zum Teil sehr skurrilen, Charaktere.
Klare Leseempfehlung auch für Nicht-Fantasy-Leserinnen und- Leser.





"Ein anderes Brooklyn" von Jacqueline Woodson (Übersetzung: Brigitte Jakobeit) ist in der letzten Runde des Instagram Lesekreises Mariaslesekreis ausgewählt worden. Ein großartiger Roman. Fast poetisch, sehr eindringlich erzählt. Die Skizze einer Jugend, die mit all ihren Facetten, Höhen wie Tiefen, starken Belastungen durch Herkunft, Familie und gesellschaftlichen Strukturen unter die Haut geht. So kraftvoll erzählt, dass die Geschichte regelrecht spürbar ist.




"Daisy Jones & the Six" von Tara Jenkins Reid (Übersetzung: Conny Lösch) ist - trotz vieler Empfehlungen - ein unerwartetes Highlight. Die Geschichte einer fiktiven Band, so realistisch und gleichzeitig kunstvoll erzählt, dass ein wahrer Sog entsteht. Was mich besonders beeindruckt ist, wie gekonnt Zwischenmenschliche Höhen und Tiefen, Brüche, Sehnsüchte, wunde Punkt und dunkle Flecken, Hoffnungen und Ängste auf den Punkt gebracht werden. Jenkins Reid wählt das Interview als Erzählform und landet damit einen Treffer. Achtung! Der Wunsch 70er Jahre Musik zu hören steigt mit jeder Seite.




"Glück & Los. Lina und die Sache mit den Wünschen" ist die zweite Reihe von Autorin Dagmar Bach und wieder genau so herzlich, lesenswert und lustig, wie die "Zimt"-Bücher. Ich scheue hier keinen Vergleich mit Kerstin Gier (vom Inhalt vielleicht etwas kindlicher) und genieße die Freude, die beim Lesen von Bachs Büchern aufkommt.




"Das Schwert der Totengöttin" hat mich hin und hergerissen. Spannend erzählt, spritzige Dialoge, richtig gute Charaktere, aber - und das wusste ich dank des Klappentextes im Vorfeld - all diese Untoten. Das ist ja eigentlich so gar nicht meins. Als dann ein Baby totgeboren wurde und dann wieder zum Leben erwachte, überlegte ich ernsthaft, ob ich abbrechen sollte. Dafür ist mein Gemüt nicht geeignet. Aber Katharina V. Haderer schreibt einfach zu gut, um zur Seite gelegt zu werden. Band 2 "Der Garten der schwarzen Lilien" wird also auch bei mir einziehen.




"Swing Time" von Zadie Smith (Übersetzung: Tanja Handels) wurde mir schon mehrfach empfohlen. Zu Recht. Ein guter, klarer Roman über Freundschaft, Herkunft, Verantwortung und Schicksal. Mein erstes Buch der britischen Autorin Zadie Smith, aber ganz sicher nicht mein letztes.





Wie war dein Lesemonat Juli? Welcher Roman war dein Highlight?

Neben Romanen, habe ich auch ein Kochbuch und einen Ratgeber gelesen und besprochen. "Trau dich, Mut steht dir!" ist das neuste Buch von Vanillamind Autorin Melina Royer, deren Coachings ich schon lange verfolge. Zusätzlich zum Buch gibt es tolle Karten zur täglichen Inspiration.




Das "Wald-Kochbuch" von Bernadette Wörndl passt perfekt zu meiner Familie und unserer Ernährung. Rezepte mit Zutaten aus dem Wald, Ideen zum Selbermachen, Tipps zu Pflanzen, die ich sammeln und weiterverarbeiten kann. Z.B. zu sehr leckerem Holunderessig.




Im Juli:
 
...hat der Herzensmann ein tolles Waldsofa gekauft...


...sind die Kinder gemeinsam geritten...

...haben wir endlich mal wieder den Herzensplatz & Herzensmenschen besucht...

...wurde manchmal gekocht...

...haben wir einen ziemlich grünen Gartenbewohner entdeckt...

...uns über Blumen vorm Haus gefreut...

...und Bienen...

...haben wir Scharfgarbe gesammelt...

...mit Ponys gekuschelt...

...am Lagerfeuer gesessen...

...im Bach gespielt...

...Johannisbeeren gegessen...

...eine Rankhilfe für die Erbsen gebaut...



Wie war dein Juli?
Komm gut in den August und hab's fein.

Kommentare:

  1. Ach, wie schön - scheint, als hättet ihr einen tollen Juli gehabt! Und toll, dass die Räubertochter wieder in den Kindergarten gehen kann.
    Darüber, wie unterschiedlich man die Corona-Einschränkungen in der Stadt und am Land wahrnimmt, habe ich gerade erst letzte Woche mit meiner Schwester geredet. Jetzt ist ja vieles wieder möglich, aber gerade im Frühling war es tatsächlich so, dass Corona all die Dinge unmöglich gemacht hat, die sonst die Stadt ausmachen (Einkaufsmöglichkeiten, Theater, Museen, Lokale, öffentliche Verkehrsmittel, ...) und dafür die Nachteile, die das Stadtleben mit sich bringt (weniger Lebensraum, keine Gärten, mehr Menschen auf engerem Raum), umso deutlicher hervorgekehrt hat.

    Das mit den Rezensionen kommt mir übrigens bekannt vor - bei mir stapeln sich auch noch die zu besprechenden Bücher.

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    1. Ja, es ist wirklich so. Wir leben ja in einer Kleinstadt, aber eben sehr ländlich. Deutliche Veränderung während Corona: viel weniger Verkehr. Das gefiel mir prinzipiell gut, wurde aber eben auch dadurch hervorgerufen, dass der Tourismus brach lag, die Freilichtbühne nicht bespielt werden durfte, usw.
      Das Landleben lief weiter wie bisher auch. Oder zumindest annähernd. Wir konnten in den Wald gehen, ausreiten, im Garten sitzen, draußen spielen... ohne Freunde, aber immerhin.
      Ich hoffe sehr, dass ich so langsam mal dazu komme meine Rezis zu schreiben :D

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