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17.11.16

Mein Mama-Tagebuch



„Kinder sind das Karussell des Lebens, 
denn ohne sie bewegt sich nichts.“
(Florina Herbein im Vorwort des Buchs)


Ich glaube die ersten Jahre als Eltern sind auch die, die am intensivsten gefühlt werden. Die Kleinen machen jede Menge Fortschritte, entwickeln sich schneller, als wir schauen können, halten uns wach, auf Trab und zaubern uns täglich kleine Schmetterlinge ins Herz.

Am liebsten würden wir jede Minute, jedes Lächeln, jedes „erste Mal“ festhalten, doch die Speicherkarte im Kopf ist die einzige mit ausreichend Kapazität und auch dort verblassen die Erinnerungen leider mit der Zeit. Bilder bleiben noch eher haften als Momente und Gefühle.

Der Verlag arsEdition bietet eine Möglichkeit all die schönen Dinge für die Ewigkeit festzuhalten. „Mein Mama Tagebuch. Die ersten drei Baby-Jahre“. Ein Buch zum Eintragen und Erinnern.

Über 400 wunderschön von Christina Kölsch illustrierte Seiten, verläuft ein immer währender Kalender, der in 1 Seite / Tag eingeteilt ist. Auf jeder Seite gibt es drei Spalten, in die man mit entsprechender Jahreszahl versehen, Erinnerungen eintragen kann.

Florina Herbein, die das Konzept und die dazugehörigen Texte erarbeitet hat, bietet Hilfestellung beim Notieren, denn manchmal war der Alltag so alltäglich, dass man vielleicht gar nicht so genau weiß, was man aufschreiben soll. Vor allem, weil uns der Blick für die kleinen Dinge ja leider manchmal verloren geht. 



Fragen wie „Das große und das kleine Glück. Diese schönen Momente möchte ich nie vergessen“ oder „Fortschritte. Das ist neu“ bieten Orientierung, können aber getrost ignoriert werden, wenn an diesem Tag etwas anderes aufgezeichnet werden soll.

Mit kleinen Einträgen einen großen Schatz an Erinnerungen schaffen – funktioniert ganz leicht mit diesem tollen, liebenswert gestalteten Buch.

Das Tagebuch bietet nicht nur Raum für die kleinen Lieblinge, sondern auch für die Belange ihrer Mütter.

Möglichkeiten zum Ankreuzen wie „Tagesform. Heute fühle ich mich … gut wie nie … kinderlieb … wie immer … überfordert“ oder einfache Fragen, in denen die Mutter aussprechen kann, was sie sich wünscht oder wie sie ihre Zeit gestalten würde, wenn das Kind mal außer Haus übernachtet, gehen auf die Bedürfnisse der Mutter ein. Oftmals ist es als Mutter sehr schwer auch mal Kritik zu äußern oder sich zu beschweren, ohne von anderen schief angesehen zu werden. In den paar Minuten am Tag, in denen der entsprechende Abschnitt im Buch ausgefüllt wird, kann ich als Mutter gerade heraus sagen, was mir auf dem Herzen liegt. Vielleicht nur eine kleine Erleichterung, aber immerhin eine Möglichkeit seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Sehr befreiend.

Ich nutze das Buch sehr gerne und habe es nun sogar schon mehrfach gekauft und weiter verschenkt. Oftmals weiß man nicht, was die neugewordenen Eltern gebrauchen können und beim zweiten (dritten, vierten, etc.) Kind sind ja auch schon viele wichtige Sachen vorhanden, so dass dieses nette Buch eine wirklich schöne Geschenkidee ist.


Buchinfo:


arsEdition (April 2016)

Text und Konzept: Florina Herbein

Illustration: Christina Kölsch

400 Seiten

Hardcover

19,99 €



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30.10.16

[Buchempfehlungen aus der Kinder Traumstube] Kleine Reime



Ich hoffe es ist euch allen klar, 

lesen ist ganz wunderbar.

Ob dick, ob dünn, ob groß, ob klein,

Bilderbücher sind besonders fein.


Mein Vermögen zu reimen ist – sagen wir mal – begrenzt, aber schon Pumuckel hat gesagt „was sich reimt ist gut“ und da gebe ich ihm Recht.

Heute empfehle ich euch drei besonders schöne Bilderbücher, die in Reimform verfasst sind und nicht nur durch ihre Schreibe für große Freude sorgen, sondern auch mit ihrem herzlichen wie einfallsreichen Inhalt.


"Weggepustet" / Rob Biddulph


Ob ein Pinguin wohl vom Fliegen träumt? Der ein oder andere vielleicht. Ganz sicher wissen wir es nicht. Pinguin Blau bekommt jedenfalls die Möglichkeit es auszuprobieren. Eher unfreiwillig, denn als er einen Drachen steigen lässt, wird dieser von solch einer starken Böe erwischt, dass Pinguin Blau unwillkürlich mit abhebt.

14.10.16

[Kinder Traumstube] Fantastische Bilderbuchgeschichten für Mädchen - Hrsg. arsEdition



„Fantastische Bilderbuchgeschichten für Mädchen“ beinhalten vier Geschichten, die sich um Magie und Fabelwesen drehen. So scheint es zumindest auf den ersten Blick. Bei näherer Betrachtung lässt sich erkennen, dass es vier ausgewählte Texte, die dabei helfen können Probleme aus dem Alltag der Kinder ins Gespräch zu bringen.

Alle vier Geschichten, sind sehr individuell in Erzählton und Art der Illustrationen und trotzdem ergeben sie ein harmonisches Gesamtbild. Die Erzählung von Lunabella, dem Mondpony, z.B. ist sehr ruhig, perfekt um am Abend vorgelesen zu werden. Sie soll Mut machen und Kindern zeigen, dass es jemanden gibt, der sich um sie sorgt.

Freundschaft, Mut und Herzenswünsche, Streit und Teilen – das alles sind Themen, die in sehr schöne Texte verpackt wurden. Mal laut, mal leise, mal mit Spannung, mal mit Witz.

18.09.16

[Kolumne] Früher war nich' so'n Theater ...!

Bei uns im Sauerland ist das ja so: Jeder hat eine Meinung. Zu Allem und Jedem. Diese wird kundgetan, ob man das möchte oder nicht. Den Meinungsäußerer / Die Meinungsäußererin interessiert auch nicht, ob diese fachlich fundiert ist oder aus eigenen Erfahrungswerten resultiert. Nein, es wird geredet wie die Schnauze der Mund gewachsen ist. Hauptsache, man hat auch was dazu gesagt. Das Thema ist übrigens schnurzpiepegal.

Seit ich Mutter bin, begegnet mir diese Verhaltensform immer häufiger. Kurz wird Interesse geheuchelt, aber sobald ich berichte, werde ich unterbrochen und bekomme ungefragt Tipps und Tricks, wie ich mein Kind noch besser erziehen / ernähren / kleiden etc. kann.

Der Satz, den ich am meisten höre ist: „Früher war nich' so'n Theater.“

Bildrechte: N. Eppner


Früher war nich' so'n Theater in der Schwangerschaft!

Also früher haben die Frauen ja während der Schwangerschaft noch Kartoffeln geerntet (auch die aus der Stadt), jeden Tag das Haus geputzt (müssen die dreckig gewesen sein) und bis kurz vor der Geburt noch morgens dem Mann das Hemd rausgelegt. Der geht nämlich brav arbeiten und darf sich auf keinen Fall frei nehmen, um die Schwangere zu Ultraschallterminen zu begleiten. Warum auch? Vater wird man ja erst ab dem Tag der Geburt.

Früher war nich' so'n Theater bei der Geburt!

Früher haben die Frauen ihre Kinder im Galopp verloren, damit sie auch ja schnell wieder bei ihren unselbstständigen Männern sein können, um für sie den Haushalt zu schmeißen, denn dort hält er sich ja schließlich während der Geburt auf. Na okay, mit in den Kreissaal darf er. Aber ein Familienzimmer? Was ist denn das für neumodisches Zeug? Wobei will der denn auch helfen? Beim Stillen etwa? Ne, ne, lieber nehmen wir dem Mann die Möglichkeit das Leben seines Kindes von Anfang zu begleiten, als uns auf so moderne Machenschaften einzulassen.

Früher war nich' so'n Theater beim Stillen!

Da wurde zwischen Tür und Angel, zwischen Herd und Esstisch, zwischen Bügelbrett und Waschmaschine gestillt. Das Kind auf dem einen, den Wäschekorb auf dem anderen Arm balancierend. Schämen muss man sich dafür nicht, dass man der Natur freien Lauf lässt, aber in der Öffentlichkeit stillen ist schon sehr anmaßend. Die meist gesagten Sätze übers Stillen:
  • "Was, du stillst nicht mehr?"
  • "Was, du stillst noch?"


Früher war nich' so'n Theater mit der Erziehung!

Manchmal ist es besser einen Klapps auf die Finger zu geben, als die gute Dekoration wegräumen zu müssen. Im Notfall kann man die Kleinen ja auch mal in ein Zimmer sperren. Früher, wenn der Oppa geschimpft hat, haben wir alle still gesessen und keinen Mucks mehr gesagt.
Satz, der mir gestern genau so begegnet ist:“Ach, sie ist aber auch wirklich aktiv. Will se schon krabbeln? Dann musste se aber bald anbinden. Ist nicht schön für's Kind, aber da muss se dann durch.“
Aber ich hab ja sowieso Glück mit dem Kind. Das ist ja immer so lieb. An meiner Erziehungsmethode bzw. meinem Umgang mit dem Kind kann es nicht liegen. Neumodisch wie das alles ist.

Früher war das nich' so'n Theater mit dem Essen!

Wenn das Kind zum Essen guckt (Anmerkung meinerseites: meistens schon ab vier Monaten), dann kann's auch schon am Tisch mitessen (Anmerkung meinerseits: empfohlenes Alter für Beikost ca. 6 Monate). Besonders gut eignen sich Schokoladenpudding, Eis, das Innere vom Frankfurter Kranz und Kartoffeln mit saftiger, gut gewürzter Bratensoße. Allergien macht man sich doch selbst, weil die Kinder heute nix gescheites mehr zu essen kriegen. Und früher hat man ja auch alles gegeben und guck an, was aus uns geworden ist! fettleibig, oft krank, Magen- und Hautprobleme


Dieser Text ist natürlich völlig überzogen. Nein, nicht ganz, denn einige dieser Sätze habe ich genau so tatsächlich schon gehört. Andere sind meiner Fantasie entsprungen, liegen aber nahe an den Gesprächen, die mir oftmals aufgezwungen werden.

Ich lerne gerne aus den Erfahrungen älterer Familienmitglieder und Mitmenschen, finde es aber furchtbar, wenn die Augen so vor Neuerungen und Fortschritt verschlossen werden.

Früher und Heute können nicht verglichen werden. Die Lebensumstände waren völlig anders. Arbeitszeiten haben sich verändert, die Art der Arbeit, aber ganz besonders die Art unseres Alltags. Faktoren wie Stress, Technik, völlig andere Ernährungsweisen durch die Möglichkeit Lebensmittel auf unterschiedlichsten Wegen haltbar zu machen, sowie veränderte Familienkonstellationen haben dafür gesorgt, dass Familie / Alltag Früher und Heute unterschiedlich sind. Nicht immer ein Fortschritt, aber Veränderungen, vor denen wir uns nicht verschließen können.

Bildrechte: N. Eppner



Kennt ihr solche Aussagen auch?

Nicht nur zum Thema Kind, sondern auch zu vielen anderen Themen bekommt man ungefragt unqualifizierte Meinungen aufs Auge gedrückt.

Welche Aussage nervt euch am meisten?

13.09.16

[Kinder Traumstube] Was kitzelt dich am Näschen / Text: Birgit Hörner, Illustration: Anna Karina Birkenstock



In den ersten Jahren eines Kinderlebens ist das Wichtigste die Interaktion mit erwachsenen Bezugspersonen. Diese Beziehung kann durch Spiele, die zum kuscheln einladen und Körperkontakt intensiviert werden und hilfreich den Weg zu einer starken Bindung unterstützen.

Oftmals ist man als Elternteil, Großeltern etc. ratlos wie dieser Kontakt am sinnvollsten gestaltet werden kann. Ich selbst singe dann ausgedachte Lieder mit höchst sinnfreien sowie wenig hilfreichen Texten. Umso schöner ist es ein Buch gefunden zu haben, das Hilfestellung gibt.

Aufbauend auf Melodien bekannter Kinderlieder, sammelt der Verlag arsEdition unter dem Titel „Was kitzelt dich am Näschen“ Texte von Birgit Hörner, die als Massage- und Streichelspiele dienen. Wer nicht singen mag, der kann die Verse problemlos auch einfach sprechen.



Einfache Bewegungen werden durch die Abstimmungen mit leicht verständlichen Sätzen zu Spielchen, die Kindern ab einem Alter von wenigen Monaten Freude bereiten und sicher bis ins Kindergartenalter Anklang finden werden. Unterhalb der Texte steht immer eine Anleitung welche Bewegungen dazu ausgeführt werden sollten.

Im Buch, das liebevoll und kindgerecht von Anna Karina Birkenstock illustriert wurde, finden sich u.a. Verse, die auf den Morgen bzw. Abend abgestimmt sind, so dass sich daraus leicht herzliche Rituale entwickeln können, die Kindern Freude bereiten. Neben dem Spaßfaktor dient dies den Kleinen auch zur Stabilität, denn Rituale geben ihnen Sicherheit und Geborgenheit.

Wenn ich eine klitzekleine Kleinigkeit bemängeln wollen würde, dann wäre es die Tatsache, dass den Texten, die gesungen werden können, keine Noten beigefügt sind. Aber das ist wirklich Kritik auf höchstem Niveau, denn die verwendeten Kinderlieder sind vermutlich jedem geläufig (mich bringt es allerdings immer etwas aus dem Konzept, wenn ich einen anderen Text dazu singen muss als gelernt).

Noten passen auch gar nicht mehr in das Format, des Büchleins, das als Jubiläumstitel in einer handlichen Ausführung gedruckt wurde. Wer es umfangreicher mag und von den Anregungen so begeistert ist wie ich, der kann sich auch eine umfassendere Version des Titels zulegen (siehe hier).



Buchinfo:


arsEdition (April 2016)
20 Seiten
Hardcover wattiert
ab 6 Monaten
6,79 €

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28.08.16

[Kinder Traumstube] 10 kleine Miesepeter - Markus Reyhani / Constanze von Kitzing



„10 kleine Miesepeter“ sind eine tierische Rasselbande bestehend aus Nilpferd, Schwein, Ziege, Maus, Fuchs, Bär, Affe, Eule, Katze und Esel. Jedem von ihnen ist eine Laus über die Leber gelaufen. Mit ihrer miesen Stimmung verpesten sie die Luft.

Doch dann ändert einer von ihnen seine Laune und bringt somit ein Rad ins Rollen. Nach und nach verlässt eins der Tiere die Gruppe, weil es seinen Gefühlszustand verändert und am Ende ist aus der Gruppe kleiner Miesepeter eine fröhliche, bunte Truppe geworden, die jeder mag.

Autor Markus Reyhani ist normalerweise in der Musikbranche unterwegs, schreibt unter anderem Kinderlieder und musikalische Bühnenstücke. Kein Wunder, dass der in Reimform geschriebene Text, der auf einem altbekannten Reimschema aufgebaut wurde, dessen Basis daraus besteht, dass ein Ereignis mit einer Gruppe von zehn beginnt und mit jedem neuen Reim einer verschwindet, so locker über die Lippen geht.

Eingängige Reime, inhaltlich logisch aufgebaut und so klangvoll, dass meine kleine Tochter, die den Inhalt noch nicht versteht, jedes Mal laut auflacht, wenn sie einen der Reime hört. So macht auch das Vorlesen großen Spaß. Ältere Kinder lernen die Reime sicher schnell auswendig (so wie die Vorleser auch).




Die von Constanze von Kitzing gezeichneten Tiere sind perfekt auf die jeweilige Situation abgestimmt. Auch jüngere Kinder können die Stimmung der individuellen Figuren anhand deren Mimik schnell erfassen.

Wer sich beim Vorlesen Zeit nimmt, kann zwischen den Reimen und bunten Bildern weitere Geschichten entdecken und mit den kleinen Zuhörern Themen wie Streit und Zank ebenso besprechen wie Gründe für schlechte Laune und den Umgang damit.

„10 kleine Miesepeter“ ist ein buntes Büchlein, das dank seiner festen Pappseiten auch mal zwischen Kinderfinger und -zähne geraten kann ohne gleich in Einzelteile zu zerfallen und das bei uns Zuhause immer für gute Laune sorgt.

Buchinfo:


Sauerländer (2016)
24 Seiten
Pappebuch
Leseempfehlung vom Verlag: ab 24 Monate
9,99 €

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22.07.16

[Kinder Traumstube] Mein erstes Buch ... von den Tieren - Natalie Choux




„Wer hat eine wilde Mähne?“ So die tierische Frage auf der ersten Seite des Bilderbuches „Mein erstes Buch von den Tieren“.

Gespannt sitzen die kleinen Mäuse neben mir, die Antwort liegt ihnen bereits auf der Zunge. Bevor sie diese laut heraus rufen können, bewegt einer den Schieber. Der Löwe kommt hinter einem Busch hervor.

Das gleiche Spiel folgt Seite um Seite. Von der Savanne geht’s in den Dschungel, in den Wald bis hin zum Meer, wo ein Delfin fröhlich aus dem Wasser springt. Auf der letzten Seite sind noch einmal alle Tiere abgebildet.


Die Frage „Welches ist dein Lieblingstier?“ ist nur einer von mehreren Möglichkeiten wie das Buch zur Erweiterung des Sprachschatzes genutzt werden kann.

Welche Tiere sind bereits bekannt? Welche sind im Gedächtnis geblieben?

Größere Kinder haben außerdem die Möglichkeit den Lebensraum und die Farben der Tiere dazu zu lernen.

Die Farben und Formen der Tiere sind einfach und klar gehalten. Leicht zu erkennen und gut zu unterscheiden. Das Material ist stabil und das Schiebesystem sieht so aus, als würde es etlichen Stunden nutzen standhalten

Das spielerische bedienen des Schiebers ist nicht nur ein witziges Gadget (an dem auch Erwachsene Freude haben), sondern eine Möglichkeit die Motorik des Kindes zu verbessern.



Die Auswahl an Themen ist Vielfältig. Ganz bestimmt ist für jeden Geschmack was dabei. Ob Tiere, Fußball oder Jahreszeiten, Körper, Weihnachten oder Fahrzeuge – 18 verschiedene Themen sorgen für Abwechslung und spielerisches Lernvergnügen.

Und Spaß macht es alle mal!

Buchinfo:


arsEdition (September 2014)
12 Seiten
Pappebuch mit Schiebeelementen
ab 18 Monaten
9,99 €

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Weitere Meinungen zur "Mein erstes Buch"-Reihe:


Books in my world
Buchwurm

12.06.16

[Kinder Traumstube] Erziehung??! Kann man das essen??!

Ja ich gestehe, auch bei mir - der bibliophilen Buchbloggerin, läuft manchmal der Fernseher.
Besonders seit das kleine Bücherwürmchen auf der Welt ist und ich wegen nächtlicher Unruhen mittags ab und an ein Schläfchen benötige. Ganz besonders gut kann ich schlafen, wenn der Guido Stylingtipps gibt.

Neulich war ich so hundemüde, dass es mich schon vorher auf's Sofa zog. Fernseher an – großes Kino. Eine Sendung, in der sich zwei Mütter gegenseitig besuchen, den Erziehungsstil der jeweils anderen kritisieren, was dann auch noch von Experten (z.B. einer jungen Frau, die sich fünf Kinder wünscht, bisher aber noch kein eigenes hat oder aber einem homosexuellen Pärchen mit Hund) mit viel Gelaber Fachkompetenz bewertet wird.

Beim Wort Erziehung konnte ich einfach nicht weghören – ist ja nicht nur privat, sondern auch beruflich ein Thema für mich – und schaute mir das Ganze mal an. Die dort vorgestellten Mütter zu beschreiben spare ich mir nun einfach mal, denn der Fernsehsender hat ganze Arbeit geleistet und alle Klischeeschubladen ausgeräumt. Was das bedeutet könnt ihr euch vielleicht vorstellen.

Was mich dann jedoch beschäftigte, war die Frage was ist gute Erziehung?


Dieses Zitat von Astrid Lindgren habe ich neulich entdeckt und direkt mal für mich abgespeichert. Denn in dieser Aussage stimme ich ihr voll und ganz zu. Mutterliebe (oder auch Elternliebe) zu erfahren ist eins der Grundbedürfnisse eines Kindes. Die Wissenschaft geht sogar so weit zu sagen, dass ein Kind, das keine Liebe erfährt, an diesem Mangel sterben kann (s. auch Kaspar-Hauser-Experiment oder HarryHarlow). Zumindest aber bekommt es mindestens starke neurologische, sowie verhaltenspsychologische Schäden (Natürlich kann auch ein Übermaß an Liebe und Nähe für Verhaltensauffälligkeiten sorgen. Eben alles in Maßen. Wie in allen Bereichen des Lebens).

Eine gute Gewährleistung der Grundbedürfnisse Liebe, Nähe, Zuneigung, sorgt für eine sichere Bindung, und ein Kind, das sich gut gestärkt fühlt für den Eintritt in die es umgebende Welt, in der es sein Leben lang in Beziehungen verschiedener Kontexte treten wird.

Und was ist mit den Grenzen? Man kann sein Kind doch nicht nur mit Liebe überschütten. Irgendwann tanzt es uns doch auf der Nase herum!

Gehen wir erst einmal davon aus, dass ein Kind das gar nicht möchte. Es möchte weder tyrannisieren, noch herum kommandieren. Es möchte halt, dass seine Grundbedürfnisse gesichert werden (Buchtipp zum Thema Grundbedürfnisse: „Menschenkinder“ / H. Renz-Polster / Kösel).

Dazu gehören aber auch Grenzen. Denn die helfen ihm nicht nur sich in der Gesellschaft zurecht zu finden, sondern bieten ihm auch Schutz. Als Erwachsener kann man sich das so vorstellen: man geht eine steile, lange Treppe hinunter. Links und rechts nichts außer Abgrund. Befindet sich dort ein Geländer, eine BeGRENZung, fühlen wir uns sicher. Es gibt uns Halt und eine Orientierung, an der wir uns entlang hangeln können.

Vor der Elternzeit habe ich in einer stationären Einrichtung für Jugendliche gearbeitet. Mit meinen Kolleginnen habe ich mich oftmals über Erziehung unterhalten, denn viele, der dort lebenden Mädchen, haben keine Erziehung genossen. Nicht alle von ihnen haben überhaupt Eltern oder Kontakt zu ihnen. Ich habe meinen Erziehungsstil, der dort bisher auf Erfolg traf, als „mütterlich“ bezeichnet. Eigentlich ein sehr schwammiger Begriff und für mich doch irgendwie eindeutig, denn er beinhaltet eben ein ausgeglichenes Maß an Regeln und Grenzen, aber auch an Nähe, Aufmerksamkeit und Interesse.

Nichts, was ich im Studium erlernt habe, sondern was mir von meiner Mutter (meinen Eltern, Großeltern) mitgegeben wurde und was ich hoffentlich auch an meine Kinder weitergeben kann, denn dies sind die Grundsteine dafür, dass ein Kind zu einem gütigen, herzlichen und aufgeschlossenen Erwachsenen heranreifen kann.

Was bedeutet Erziehung für euch?

Wie steht ihr zum Thema Erziehung? Beschäftigt ihr euch mit bestimmten Erziehungskonzepten? Habt ihr einen Erziehungsstil „erlernt“ (übernommen)? Oder handelt ihr ganz nach Bauchgefühl?


Wie ist es bei denjenigen von euch, die beruflich mit Erziehung zu tun haben? Hat man euch im Studium / in der Ausbildung gezeigt, wie Erziehung funktionieren kann?  

01.06.16

[Kinder Traumstube] Mein erstes BUNT+Filzfederleicht Buggybuch - Julia Hofmann / Andrea Pöter





„Wo ist der kleine Hund?“ ist unser erstes BUNT+Filzfederleicht Buggy Buch. Es erzählt in wenigen Worten eine kurze Geschichte, in der sich ein kleiner Hund versteckt hält und vermisst wird.

Unbedingt muss er gefunden werden. Dafür ist die Mithilfe der kleinen Leser gefordert, die vom Autoren/Illustratoren Duo Julia Hofmann und Andrea Pöter, zur gemeinsamen Suche aufgefordert werden.

Eine spannende Angelegenheit, denn es gibt viele mögliche Verstecke, wie z.B. einen Fleecevorhang. Dieser wird nicht nur optisch dargestellt, sondern kann wie ein echter Vorhang gelüftet werden. Wer oder as sich wohl dahinter versteckt?


Ich bin ein großer Fan des BUNT+Filzfederleicht Buggy Buch. Nicht nur, dass es bei uns in täglicher Benutzung ist, ich habe es nun auch schon mehrmals verschenkt. Der Grund dafür ist ganz einfach – mein Kind liebt es sich mit dem Buch zu beschäftigen.

Die bunten Farben der Geschichte bieten viele optische Reize. Bisher sieht meine Tochter in erster Linie die verschiedenen Farben, später gibt es auf den Bildern aber auch einige Details zu entdecken.

Mir geht es oft so, dass mein Kind im Kinderwagen liegt und sich selbst beschäftigen muss, weil ich draußen arbeite. Dafür ist das Buggy Buch bestens geeignet, denn es lässt sich sogar von den noch winzig kleinen Kinderhänden gut greifen und mit einem Klettverschluss am Kinderwagen befestigen, so dass es auch nicht heraus geworfen werden kann.


Besonders beliebt sind die Knistergeräusche, die das Buch macht, wenn man es zwischen den Fingern knautscht oder die Seiten im kleinen Kindermündchen landen. Dem Buch selbst macht eine grobe Behandlung nichts aus, denn die Filzseiten sind robust und sogar waschbar.

Buchinfo:


8 Seiten
Altersempfehlung des Verlags: ab 9 Monaten
(ist aber auch für jüngere Kinder geeignet)
7,99 €

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23.05.16

[Hörbuch] Mog, der vergessliche Kater - Judith Kerr (Sprecherin: Katharina Thalbach)



„Mog, der vergessliche Kater“ ist eine ungekürzte Zusammenfassung der Kinderbuchlieblinge aus der Feder Judith Kerr. Vertont wurden die Geschichten „Mog, der vergessliche Kater“, „Mog feiert Weihnachten“, „Mog in großer Not“ und „Mog und Bunny“.

Mog lebt bei der Familie Thomas. Er ist etwas schusselig und wird zunehmend vergesslicher, ist manchmal etwas grummelig, aber vor allem sehr liebenswert.

In den von Katharina Thalbach ganz wundervoll eingesprochenen Geschichten, kämpft er mit den kleinen und großen Dingen des Alltags. Mit Weihnachtsaufregung und Ordnung, mit wundersamen Neuerungen und vor allem mit seiner Vergesslichkeit. Ganz ohne es zu wollen, wird er zum Held der Familie und der Zuhörer.

Die Geschichten um Kater Mog sind weit mehr als 45 Jahre alt. Klassiker der Kinderliteratur, aber nicht nur für kleine Katzenfreunde geeignet. Sein Charisma und Eigenschaften, die menschlich wirken, ohne ihm die typischen Charakterzüge einer Katze abzusprechen, lassen Judith Kerrs Mog-Abenteuer zu zeitlosen Geschichten für jedes Alter werden.

Katharina Thalbach ist die perfekte Sprecherin für Mog. Ihre Stimme ist ebenso charismatisch wie der Kater und strahlt die Ruhe und Besonnenheit aus, die ein Buch wie dieses benötigt.

„Mog, der vergessliche Kater“ sollte in jedem Kinderzimmer / CD-Schrank einen liebevollen Platz bekommen.

Hörbuchinfo:


1 CD
ungekürzte Lesung
34 Min.
ab 3 Jahren
9,99 €
Romanvorlage: Ravensburger

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10.05.16

[Kinder Traumstube] Mix Max Miezekatz - Ateliers Hafenstraße 64



„Mix Max Miezekatz“ klingt wie ein Schüttelreim. Etwas ähnliches ist es auch. Ein Schüttelbuch. Ein Klappbuch mit „total verklappten Klipp Klapptieren“.

Was das ist? Etwas ganz tolles. Ein Buch mit wenigen, aber witzigen Worten und noch viel witzigeren Bildern von Tieren, die menschliche Berufe und Tätigkeiten ausüben.

Erfunden und gezeichnet wurden sie von 19 Bewohnern des Ateliers Hafenstraße 64 in Münster. Darunter sind z.B Alexander Steffensmeier, der "Papa" von Lieselotte der Kuh.

Dann wurden sie alle in Streifen geschnitten – die Bilder, nicht die Illustratoren - und vom Carlsen Verlag zu einem Buch gebunden.

Es treffen Schlange auf Schwein, Kuh auf Waschbär, Krake auf Maulwurf und und und. Eine kunterbunte Ansammlung an Tieren und wer möchte, kann sie wild durcheinander mixen. Dann bekommt eine Maus mal einen Pinguin Popo oder die Schornsteinfeger Taube den Astronauten Helm des Nashorns.

Klingt verrückt? Ist es auch. Herrlich verrückt.



Die witzigen Texte setzen dem ganzen noch den Hut auf. So wird aus „Nichtschwimmer Schwarte Schwein schwankt unsicher am Beckenrand, denn ohne jede Rücksicht toben die anderen Kinder im Wasser“ vielleicht „Nichtschwimmer Schwarte Schwein startet den Flieger voller Vorfreude, denn ohne jede Rücksicht toben die Passagiere mit ihrem Gepäck auf der Pizza“. Alles ist möglich. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Bauchhalten vor Lachen inklusive.

Ein Buch, das jede Menge Freude macht. Nicht nur den kleinen Bücherwürmern, die das Buch wegen der festen Pappseiten gut halten und auch mal wild umblättern können, ohne das was kaputt geht.

Buchinfo:


Carlsen (2016)
42 Seiten
ab 4 Jahre
14,99 €


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06.05.16

Neue Wege gehen ...

Bloggen ist ein Teil meines Lebens. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass der Alltag und das Blog ineinander greifen.

Private Veränderungen wirken sich auch auf meine Art zu bloggen aus. Habe ich Stress, fällt es mir schwer Blogposts zu verfassen. Geht es mir gut, fliegen die Finger geradezu über die Tastatur.

Seit Februar beschreite ich einen großartigen neuen Lebensweg – ich bin Mutter.

Muttersein nimmt auch Einfluss auf meinen Blog. Natürlich wird die Zeit zu bloggen weniger, aber auch die Interessen verschieben sich. Neben Buch-, Food-, Interior- und Lifestyleblogs, lese ich nun auch immer mehr Blogs, die von Müttern geschrieben werden. Dabei dreht es sich meistens um den Alltag mit den Kleinen.

Außerdem schaue ich gern auf dem Blog Lütte Lotte vorbei, auf dem ganz toller Kids Content, hochwertige Bücher für kleine Leser, vorgestellt werden. Die liebe Laura – keine Mutter - schreibt sehr schöne Beiträge. Aber auch andere Blogs beschäftigen sich mit Kinderbüchern. Herzpotenzial füllen hin und wieder ihre Beiträge mit Rezensionen zu Kinderbüchern und Damaris betreibt zusätzlich zu ihrem Hauptblog (Jugendbücher, All-Age) den Blog Damaris liest –mini, auf dem sie Bücher rezensiert, die sie gemeinsam mit ihren Kindern gelesen hat.

Vor einiger Zeit habe ich im Beitrag zur März Statistik schon einmal darüber geschrieben, dass ich Lust hätte ein wenig über mein Leben mit dem Kind zu schreiben. Nach einem Brainstorming mit meinen Büchermädels Lesemomente und Pinkfisch ist die Idee zur Kinder Traumstube entstanden.


Die Kinder Traumstube ist ab Mai 2016 ein eigenes Label innerhalb meines Blogs Fantasie und Träumerei und über die Tableiste zu finden. Es wird (zunächst) in die Kategorien lesen, hören und plaudern – Kolumne aus meinem Leben mit Kind –, unterteilt, wobei Kinderbücher und – Hörbücher den Löwenanteil ausmachen.


Fantasie und Träumerei soll auch weiterhin ein Buchblog bleiben, auf dem ich Buchbesprechungen quer durch meine Lieblingsgenres Belletristik, Jugendbuch und Fantasy veröffentliche. Aber ich möchte eben dem neuen Abschnitt in meinem Leben einen kleinen Raum zur Entfaltung geben.